Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Köhlmeier: "Menschen schämen sich für Kurz und Regierung"

Köhlmeier bekräftigt Kritik.
Köhlmeier bekräftigt Kritik. ©VOL.AT/Steurer
Der Vorarlberger Schriftsteller Michael Köhlmeier bekräftigt im "Profil"-Interview seine Kritik an der Regierung - und spricht über die Reaktionen nach seiner Rede in der Wiener Hofburg.
Pro Asyl Sulzberg: Drei Jahre Warten
Zu Besuch im Zollhaus Sulzberg
Vater und Sohn aus Schubhaft entlassen
Köhlmeier erntet heftige VP-Kritik

Für teils heftige Debatten sorgte die Rede des Vorarlberger Schriftstellers Michael Köhlmeier im Mai dieses Jahres. In der Rede lautete es unter anderem: “Sie wissen doch, dass es auch damals solche gegeben hat, die sich damit brüsteten, Fluchtrouten geschlossen zu haben.” Kanzler Kurz sah einen unzulässigen Vergleich mit dem Nationalsozialismus.

Köhlmeier meint im “Profil”-Interview, man dürfe von einem Kanzler erwarten, dass er in der Geschichte blättere. Dann würde er – Kurz – um die Konferenz von Évian wissen. Köhlmeier: “1938 diskutierte die Staatengemeinschaft die Verteilung der ansteigenden Flüchtlingszahlen von Juden aus Deutschland und Österreich. Sämtliche Delegierte brüsteten sich anschließend in ihren jeweiligen Ländern damit, dass kein einziger Flüchtling aufgenommen werde. Ein Blatt der Schande – nicht nur Europas, sondern der ganzen Welt!”

Köhlmeier würde “keinen Beistrich” ändern

Im Gespräch mit dem “Profil” sagt Köhlmeier, er würde keinen Beistrich an seiner Rede ändern. Die positiven Reaktionen seien überwältigend gewesen. Ein einziger Leser habe ihm zwei seiner Bücher zurückgeschickt, weil er mit der Rede nicht einverstanden war. Der Leser habe die Kritik an der FPÖ, aber nicht an Kurz geteilt. Kurz selbst habe übrigens kein Gespräch mit ihm gesucht.

Köhlmeier wird auch zum Fall der Familie in Sulzberg, welche abgeschoben werden sollte, sowie den folgenden Protesten befragt – etwa, ob ihn die Proteste beeindrucken. Der Autor meint, die ÖVP habe aus ihrer Geschichte heraus Angst vor der Straße. Er erinnert an Wolfgang Schüssel, welcher 2000 unterirdisch zur Angelobung musste. Kurz verlasse sich aber aus Köhlmeiers Sicht darauf, dass der Widerstand bei den Wiener Donnerstagsdemos sowie den Vorarlberger Demonstrationen schon bald wegen “Ermüdung” in sich zusammenfallen werde.

“Menschen schämen sich”

Zum Fall der versuchten Abschiebung der Familie sagt Köhlmeier, es wundere ihn, dass eine solche Unmenschlichkeit zu Beginn des 21. Jahrhunderts möglich sei. “Menschen gehen auf die Straße, weil sie solche menschliche Kälte als beschämend empfinden – weil sie sich für Kurz und seine Regierung schämen.”

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Köhlmeier: "Menschen schämen sich für Kurz und Regierung"
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen