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Inflation in der Schweiz entspannt sich, Österreich weiterhin unter Druck!

Während die Schweiz eine leichte Entspannung mit einer Inflationsrate von nur 1,3 Prozent im Januar verzeichnet, kämpft Österreich mit einer Rate von 4,5 Prozent.

Die aktuellen Inflationszahlen liefern ein gemischtes Bild für die Alpenregion. Während die Schweiz eine leichte Entspannung mit einer Jahresteuerung von nur 1,3 Prozent im Januar verzeichnet, steht Österreich mit einer Inflationsrate von 4,5 Prozent - wie die Schnellschätzung der Statistik Austria für den Jänner ergab - noch immer unter erheblichem Druck, wenn auch auf einem niedrigeren Niveau als in den vergangenen Monaten.

Schweiz: Moderater Anstieg bei ausgewählten Produkten

In der Schweiz hat sich die Inflation abgekühlt, mit einer deutlichen Verringerung von 1,7 Prozent im Vormonat auf nun 1,3 Prozent. Dieser Rückgang spiegelt sich jedoch nicht gleichmäßig über alle Sektoren wider. Während einige Produkte wie Lebensmittel und alkoholfreie Getränke nur moderate Preisanstiege verzeichnen, gibt es bei anderen, wie Speiseöl und frischem Fisch, deutlich stärkere Anstiege. Die Energiepreise, insbesondere für Strom und Fernwärme, haben ebenfalls signifikant zugelegt. Auf der anderen Seite stehen sinkende Preise für Kleidung und bestimmte Lebensmittel sowie bei Technologiegütern und Mobilitätsdienstleistungen.

Österreich: Ein deutlicher Rückgang, aber immer noch über dem EU-Durchschnitt

Österreich erlebt eine ähnliche, wenn auch stärkere Dynamik. Die Inflationsrate ist im Januar auf 4,5 Prozent gefallen, den niedrigsten Wert seit Dezember 2021, angetrieben vor allem durch weniger stark steigende Energiepreise. Trotz dieses Rückgangs liegt die Inflationsrate immer noch deutlich über dem Durchschnitt der Euro-Zone, der sich auf 2,8 Prozent beläuft. Besonders die Preise für Lebens- und Genussmittel zeigen eine hohe Teuerungsrate, obwohl auch hier ein Rückgang zu verzeichnen ist. Die Energiepreise fallen, aber langsamer als zuvor, und die Preise für Dienstleistungen bleiben unter Beobachtung wegen ihres hohen Lohnanteils und anstehender Tarifrunden.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Ein Vergleich zwischen den beiden Ländern zeigt, dass die Inflationsentwicklung in der Schweiz insgesamt viel moderater ist als in Österreich. Beide Länder erleben jedoch eine ähnliche Struktur der Preisveränderungen, mit bestimmten Sektoren, die deutlichere Anstiege oder Rückgänge verzeichnen. Die Energiepreise spielen in beiden Ländern eine wichtige Rolle, obwohl die Auswirkungen in Österreich stärker zu spüren sind.

Lebensmittel und Getränke

  • Schweiz: Die Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke stiegen im Januar moderat an, mit markanten Preisanstiegen bei Süssgetränken (+4,4 %), Kaffee (+3,7 %), Nüssen und Trockenfrüchten sowie Mineralwasser. Einige Lebensmittel wurden jedoch billiger, wie Wurzelgemüse und Kohlgemüse.
  • Österreich: Lebens- und Genussmittel verteuerten sich zu Jahresbeginn um 5,7 %, ein Rückgang im Vergleich zum Vormonat. Dies deutet darauf hin, dass auch in Österreich Lebensmittel und Getränke zu den Sektoren gehören, die zur Gesamtinflation beitragen, allerdings mit einer allgemein höheren Rate als in der Schweiz.

Energie

  • Schweiz: Signifikante Preisanstiege wurden bei den Strompreisen (+17,8 %) verzeichnet. Dies steht im Einklang mit globalen Trends steigender Energiekosten.
  • Österreich: Die Energiepreise hatten einen dämpfenden Effekt auf die Inflation, insbesondere die Strompreise. Insgesamt war Energie günstiger als im Vorjahresmonat, was auf eine Verlangsamung des Preisrückgangs hinweist.

Wohnen und Dienstleistungen

  • Schweiz: Hotelpreise stiegen deutlich (+10,6 %), ebenso die Preise für Pauschalreisen im Inland. Im Gegensatz dazu sanken die Preise in der Parahotellerie.
  • Österreich: Dienstleistungen verteuerten sich wie im Vormonat um 4,0 %, was aufgrund des hohen Lohnanteils in diesem Sektor besonders beobachtet wird.

Technologie und Mobilität

  • Schweiz: Preise für Computer sanken deutlich (-7,1 %), und auch bei privaten Verkehrsmitteln gab es Preisnachlässe.
  • Österreich: Keine Daten vorhanden

Kleidung und persönliche Ausstattung

  • Schweiz: Preise für Kleidung und Schuhe fielen im Januar stark, was zum Teil auf den Winterausverkauf zurückzuführen ist.
  • Österreich: Keine Daten vorhanden
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