"Hormonelle Verhütung ist nicht per se schlecht"

Wir haben uns eine zweite Meinung von Dr. Niederer eingeholt.
Wir haben uns eine zweite Meinung von Dr. Niederer eingeholt. ©VOL.AT
Nachdem in unserem Forum die Wogen hoch gingen und Frauenarzt Ulrich Bemetz mit seiner Befürwortung der hormonellen Verhütung für große Aufregung sorgte, hat sich VOL.AT eine zweite Meinung eingeholt.
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"Hormone wären per se nicht schlecht. Bei einer starken Periode, Blutungsstörungen, Dauerblutungen, Schmerzen oder einer Endometriose können die Hormone vielen Frauen helfen. Sie bringen eine Linderung und können als eine wirksame Therapie betrachtet werden", bestätigt Frauenärztin Barbara Niederer die Erklärungen von ihrem Fachkollegen Ulrich Bemetz.

Placebo existiert

Natürlich existiere der Placebo-Effekt. Der klar erkennbare Trend zurück zum Ursprung, zur Natur, könne natürlich die Verträglichkeit der Hormone beeinflussen, so die Expertin. "Homöopathie und pflanzliche Mittel sind wieder groß im Kommen und jetzt soll man synthetische Hormone zu sich nehmen? Dass das Veränderungen im Körper bringt, wenn ich das nicht für gut empfinde, kann natürlich sein". Dem könne man aber doch ganz einfach entgegenwirken, betont sie die freie Wahl, die heutzutage jede Frau hat.

Thrombose-Risiko: Klappe die zweite

Von der konventionellen östrogenhaltigen Pille, rät sie vor allem für Raucherinnen ab. Von jener hätte auch Frauenarzt Bemetz nicht gesprochen, stellt Niederer klar. "Für Raucherinnen gibt es die gestagenhaltige Pille, die sogenannte Raucherpille, die Spirale oder das Stäbchen". Die Pille mit Östrogen hätte ein vierzigfach höheres Thromboserisiko. Vor der Vergabe würde aber, wenn notwendig, mittels Blutabnahme das individuelle Risiko eruriert werden - so bestünde kein Grund zur Sorge, so die Frauenärztin weiter.

Jede Frau für sich

Am Ende des Tages müsse jede Frau für sich selbst entscheiden, was gut für sie wäre. Die verschiedenen Methoden könnten alle besprochen und ausprobiert werden, sodass am Ende alles gut würde, versucht sie erneut zu beruhigen.

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