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Grabungen Lünersee nach "Nazi-Gold" sind abgesagt

Lünersee sollte zum Schauplatz für die Suche nach „Nazi-Gold“ werden.
Lünersee sollte zum Schauplatz für die Suche nach „Nazi-Gold“ werden. ©Illwerke
Schwarzach - Die Schatzsuche am Vorarlberger Lünersee oberhalb von Brand (Brandnertal) fällt aus. Ein Team der amerikanischen Firma "Global Explorations" rund um Norman Scott, der auch schon im Toplitzsee erfolglos nach Schätzen tauchte, wollte dort nach angeblich vergrabenem "Nazi-Gold" suchen.
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Laut einem Bericht der “Vorarlberger Nachrichten” wurden die Arbeiten nun aber abgeblasen. Es seien neue Dokumente entdeckt worden, die Zweifel an den Hintergründen aufkommen ließen, so die Begründung der Amerikaner gegenüber dem Grundeigentümer, dem Vorarlberger Energiekonzern Illwerke/VKW.

Juwelen und Goldbarren in Lünersee vermutet

Nationalsozialisten sollen aus dem KZ Dachau in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs Juwelen und Goldbarren, die von den KZ-Häftlingen stammten, eilig in Kisten gepackt und die kostbaren Güter bis an den 1.970 Meter hoch gelegenen Lünersee unweit der Schweizer Grenze geschafft haben. Dort vergruben die Männer die Kisten und flohen dann. Ein zum Tode verurteilter SS-Mann soll das so dem Arzt Wilhelm Gross berichtet haben, der dies an den US-Geheimdienstler Edward G. Greger weitermeldete. Die Pläne der beiden Männer, den Schatz zu bergen, scheiterten. Während Gross auf geheimnisvolle Weise verschwand, schrieb Greger ein Buch über das “Nazi-Gold”.

Zweifel am Wahrheitsgehalt der Geschichte

Der wegen Instandhaltungsarbeiten abgesenkte Wasserpegel des Sees, der dadurch in mit 1945 vergleichbarem Zustand war, bot ideale Bedingungen für die Schatzsucher. Doch nun machten die Amerikaner einen Rückzieher: Obwohl die CIA angeblich sämtliche Fakten in dem Buch nachgeprüft haben soll, gebe es inzwischen Zweifel am Wahrheitsgehalt der Geschichte, hieß es in der E-Mail an die Illwerke/VKW. Bisher habe man die Existenz eines Wilhelm Gross nicht nachweisen können. Zudem würden historische Fakten belegen, dass wenigstens ein Teil der Wertsachen schon kurz nach Kriegsende konfisziert wurden. “Die Sucharbeiten wurden auf unbestimmte Zeit verschoben”, so Illwerke/VKW-Sprecher Christof Burtscher gegenüber der Tageszeitung.

(APA)

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