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Anschober macht Mut: "Fast 40.000 Erkrankte wieder gesund"

Anschober äußert, dass rund 40.000 Erkrankte bereits wieder gesund sind.
Anschober äußert, dass rund 40.000 Erkrankte bereits wieder gesund sind. ©APA
Anschober äußerte sich am Sonntag mit einer ermutigenden Aussage zum Coronavirus. So seien weltweit bereits fast 40.000 am Virus Erkrankte wieder gesund.
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Weltweit steigen die Zahlen der nachgewiesenen Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus weiterhin stark an: Fast 87.000 Menschen sind weltweit erkrankt, davon beinahe 80.000 in China. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erwartet, dass die nächste Woche zu einer entscheidenden Woche der Weichenstellung über die Weiterentwicklung der Ausbreitung wird.

Fast 40.000 Erkrankte wieder gesund

"Alle Fachexperten sagen uns, dass die Erkrankungsfälle in den nächsten Tagen weiter ansteigen werden", sagte Anschober. "Wir können Österreich unter keinen Glassturz stellen. Wir werden daher die europaweit abgestimmte Strategie der Behandlung und Abgrenzung der Erkrankten und der Testung bzw. Abgrenzung ihres unmittelbaren Umfeldes konsequent fortsetzen und täglich überprüfen, ob und welche weiteren Maßnahmen es braucht." Dazu sei Anschober mit den EU-Gesundheitsministern täglich in Kontakt, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen.

Auch wenn die Fälle weiter ansteigen, sei es jedoch "ermutigend, dass der Großteil der Erkrankungen - über 80 Prozent - einen leichten Krankheitsverlauf aufweisen. Ermutigend ist auch, dass weltweit bereits fast 40.000 am Virus Erkrankte bereits wieder gesund sind", meinte Anschober.

Viele Anrufe auf Notfallnummer

Die Notfallnummer 1450, die im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus von den heimischen Behörden eingerichtet wurde, ist heiß begehrt. Seit Dienstag vergangener Woche hat sich die Frequenz der Anrufe verfünf- bis versiebenfacht, wurde am Sonntagnachmittag per Presseaussendung mitgeteilt.

So hat es am vergangenen Donnerstag 1.529 Anrufe gegeben. Am Freitag, nachdem bekannt wurde, dass der Ärztefunkdienst in Wien über Auftrag der Stadt Wien nun auch rund um die Uhr fährt und für Corona-Virus-Verdachtsfälle ausgerüstet bzw. zuständig ist, ist die Zahl der Anrufe auf 2.045 gestiegen. Am Samstag wurden 1.683 Anrufe registriert.

Brändle nicht mehr in Quarantäne

Der Vorarlberger Matthias Brändle und weitere Radprofis dürfen die Emirate verlassen. Sie befanden sich in einem Hotel in Abu Dhabi in Quarantäne. Zuvor waren Coronavirus-Verdachtsfälle im Hotel aufgetreten, die sich inzwischen jedoch als negativ herausgestellt haben.

Seehofer: "Zum Jahresende einen Impfstoff"

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) geht nicht von einem schnellen Abebben der Welle von Coronavirus-Fällen aus, die am Wochenende nahezu die gesamte Westhälfte Deutschlands erfasst hat. "Ich rechne damit, dass wir zum Jahreswechsel einen entsprechenden Impfstoff zur Verfügung haben", sagte Seehofer der "Bild am Sonntag".

Bis dahin müsse das Virus mit den klassischen Mitteln des Seuchenschutzes bekämpft werden. "Wir müssen die Infektionsketten konsequent unterbrechen", sagte Seehofer. Auch die Absperrung von Regionen oder Städten schloss der Innenminister nicht aus. "Dieses Szenario wäre das letzte Mittel."

14 Erkrankte in Österreich

In Österreich sind insgesamt 14 Menschen am neuartigen Coronavirus erkrankt. Der Einsatzstab im Innenministerium hat am Sonntag vier weitere Fälle in Wien bekannt gegeben. Bei den vier neuen Infektionen in der Bundeshauptstadt handelt es sich um ein deutsches Touristenpaar, eine Wienerin und einen Wiener.

Die Betroffenen würden allesamt eine "leichte Symptomatik" zeigen, hieß es aus dem Krankenanstaltenverbund (KAV). Die Frau aus der Bundeshauptstadt war vor kurzem von einer Reise nach Mailand zurückgekehrt. Wo sich der Wiener angesteckt hat, ist noch nicht klar. Im Ausland sei er laut KAV nicht gewesen.

Verlegung ins Spital nicht notwendig

Den beiden infizierten Einheimischen gehe es gut, versicherte das KAV. Der Mann und die Frau - die Betroffenen kennen sich nicht, sie hatten sich unabhängig voneinander an den Ärztefunkdienst gewandt - halten sich aktuell an ihren Wohnadressen auf. Sie wurden vom Ärztefunkdienst betreut, eine Verlegung in ein Spital sei bisher nicht nötig gewesen.

Die deutschen Touristen hatten vor ihrer Reise nach Wien an einer Karnevalsveranstaltung in ihrer Heimat teilgenommen und dürften sich dort infiziert haben. Laut KAV hatten die Deutschen dort Kontakt zu einer Person, bei der eine Infektion bereits seit längerem feststeht. Als sich bei ihnen erste Krankheitssymptome zeigten, ließen sie sich in der Bundeshauptstadt testen. Den Betroffenen gehe es gut: "Das Ganze wird sicher keinen schweren Verlauf nehmen."

Die beiden Deutschen wurden zunächst im Kaiser-Fanz-Josef-Spital behandelt und befinden sich inzwischen wieder in ihrem Ferienapartment - ursprünglich war von einem Hotel die Rede gewesen, diese Information wurde später korrigiert - in Wien. Da die beiden keine Symptomatik aufweisen, d.h. nicht husten, seien sie laut KAV weniger ansteckend. Sie dürfen aber ihre Unterkunft nicht verlassen.

8 Infizierte in Wien

Somit hält man aktuell bei acht Covid-19-Erkrankten in Wien, je zwei in Tirol und Niederösterreich und je einem in Salzburg und in der Steiermark. Österreichweit wurden bis Sonntagvormittag laut Gesundheitsministerium bereits 1.826 Tests durchgeführt.

In Österreich seien die Infektionsfälle noch so gering, dass alle Kontaktpersonen erreicht werden könnten, betonte der zuständige Abteilungsleiter für übertragbare Erkrankungen im Gesundheitsministerium, Bernhard Benka. Deshalb sei eine Abklärung diesbezüglich so wichtig, um ein Ausbreiten der Krankheit zu verhindern.

Das gilt etwa für eine 36-jährige Wienerin, die - wie am Samstag bekannt wurde - in Salzburg positiv getestet wurde. Die Frau war mit der Westbahn zu ihrem Lebensgefährten nach Fusch an der Großglocknerstraße (Pinzgau) gereist. Die Westbahn wurde informiert, um Maßnahmen ergreifen zu können, sagte Benka. Westbahn-Sprecherin Ines Volpert berichtete, dass man zwar informiert sei, dass die Frau mit der Bahn gefahren sei. Aufgrund dessen, dass die Tickets nicht zuggebunden seien, war eine Zuordnung zunächst schwierig. Und die Westbahn hätte keine Information, wo die Frau gesessen sei. Deshalb werden nun zur täglichen mehrfachen Reinigung auch Flächendesinfektionsmittel verwendet.

Breite Informationskampagne

Reinhard Schnakl, der am Sonntag bei der Pressekonferenz im Innenministerium den stellvertretenden Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, Franz Lang, vertrat, betonte die gute Vernetzung aller Verantwortlichen auf lokaler und internationaler Ebene. So könne man stets einen "aktuellen Überblick über die Lage" haben. "Wir schließen uns auf direktem Wege oder per Videokonferenz mit den Bundesländern zusammen."

Darum wurde auch Detlef Polay, Kommandant der Cobra Wien, mit sofortiger Wirkung zum Sprecher des Einsatzstabes des Innenministerium ernannt. "Wichtig ist, dass die Medien einen Sprecher des Stabes in dieser Lage zur Verfügung haben", sagte Polay gegenüber der APA.

Der Einsatzstab des Innenministeriums hat gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium eine breit gefächerte Informationskampagne entwickelt, in der einerseits dargestellt werden soll, wie man sich eigenverantwortlich schützen kann, und andererseits, wohin man sich bei Bedarf wenden kann. Im Gesundheitsministerium wurde eine "Task Force Corona" mit zwei externen Sonderberatern - dem Bundesrettungskommandanten des Roten Kreuzes, Gerry Foitik und dem Rektor der MedUni Wien, Markus Müller - sowie weiteren acht Expertinnen und Experten eingerichtet.

Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus im Special

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