AA

Wirt in Tränen: "Regierung zerstört mein Leben"

©VOL.AT/Mayer
Gastronom Roland Pircher aus Dornbirn ist verzweifelt. Durch die Covid-Maßnahmen der Regierung ist seine Existenz bedroht.
Boxenstop Dornbirn: Wirt verzweifelt
NEU
So steht es um die Gastronomie
"Weitere Klagen werden folgen"
Gastronomie-Aktion "5 vor 12"

Im Oktober 1999 eröffnete Roland Pircher das Boxenstop in Dornbirn. Seither wird sein Lokal von zahlreichen treuen Stammgästen, Motorsportlern und Freunden besucht. Auch Livemusik und gute Stimmung waren bei ihm stets zu finden.

"Sie haben mein Leben zerstört"

Durch die Corona-Pandemie und die Maßnahmen der Regierung sieht sich der Gastronom nun in seiner Existenz bedroht. Seit neuestem schmückt ein aussagekräftiges Banner die Auslage seines Lokales: "Vielen Dank an die Türkis-Grüne Regierung! Bald haben Sie es geschafft! Sie haben mein Lokal, mein Leben, sowie die Existenz zahlreicher Kollegen zerstört!".

Dieser Banner schmückt die Fassade seines Lokales. Bild: VOL.AT/Mayer

"Geht einfach nicht mehr"

"Ich wollte die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, was man mit uns schon fast ein Jahr lang macht", erklärt er im Gespräch mit VOL.AT. Man werde nur verarscht und angelogen. "Einmal haben sie 80 Prozent gezahlt, das zweite Mal sind sie auf 50 runter und was sie jetzt zahlen, wissen wir noch nicht", meint er. "Es geht einfach nicht mehr lange so."

Pircher: "Es ist eine Sauerei"

Auch zahlreichen anderen Gastronomen im Land ergeht es ähnlich. Seit der coronabedingten Zwangs-Schließung bietet er zwar täglich Mittagsmenüs als Take-Away an, der Umsatz reicht aber nur gerade so aus, um sich über Wasser zu halten. "Es ist einfach eine Sauerei, dass man den Großen hilft und die Kleinen lässt man verrecken", schildert der Wirt.

Das Boxenstop gibt es schon seit mehr als 20 Jahren. Bild: VOL.AT/Mayer

"Mich gibt's sicher nicht mehr lang"

Die erneute Verlängerung des Lockdowns ist für ihn und seine Kollegen aus der Gastronomie-Szene der nächste harte Schlag. Die fehlende Planungssicherheit macht die Sache nicht leichter. Die Regierung solle sagen, wie lange es noch so weiter gehe, meint Pircher. Auch ein Umsatzersatz, der gleich bleibe, ohne immer neu ansuchen zu müssen, wäre für den Lokalbetreiber wünschenswert. Der Handel habe immerhin kurz öffnen dürfen.

"Aber wir sind immer die ersten, die zu tun und die letzten, die öffnen", meint er. "Mich gibt's sicher nicht mehr lang, wenn es so weitergeht." Er habe seinen Beruf 21 Jahre lang gerne gemacht und sich auf die Rente gefreut. "Es ist nicht einfach. Man bringt die Existenzen um und alles Mögliche." Er wisse nicht, was er tun solle, könne auch nichts ändern: "Wenn es uns nicht mehr gibt, kommt man vielleicht drauf', dass wir doch nicht so deppat waren", meint er abschließend zu Tränen gerührt.

Gastronom Stefan Köb im Interview

Gastronom, Unternehmer und stellvertretender Spartenobmann der Gastronomie in der WKV, Stefan Köb war vergangenen Montag bei "Vorarlberg Live zu Gast. Der Betreiber der Beachbar, der LuSt Bar und des Pier69 in Bregenz sprach über seine eigene, und die Situation der Gastro-Branche in der aktuellen Lage.

Alle News zur Corona-Pandemie auf VOL.AT.

(VOL.AT)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Dornbirn
  • Wirt in Tränen: "Regierung zerstört mein Leben"
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen