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Wegen Stinkwanzen: Lieferprobleme bei Tesla

Tausende australische Kunden warten auf ihre Tesla-Fahrzeuge, nachdem ein Frachter aufgrund einer biologischen Gefährdung durch Stinkwanzen nach China zurückgeschickt wurde.
Tausende australische Kunden warten auf ihre Tesla-Fahrzeuge, nachdem ein Frachter aufgrund einer biologischen Gefährdung durch Stinkwanzen nach China zurückgeschickt wurde. ©Canva (Symbolbild)
Tausende australische Kunden warten auf ihre Tesla-Fahrzeuge, nachdem ein Frachter aufgrund einer biologischen Gefährdung durch Stinkwanzen nach China zurückgeschickt wurde.
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In Australien herrscht Frustration unter Tesla-Kunden. Ein Frachter, beladen mit Tausenden von Tesla-Y-Modellen, durfte aufgrund einer biologischen Bedrohung nicht im Hafen von Brisbane anlegen. Der Vorfall, verursacht durch die Anwesenheit der Gelbgefleckten Stinkwanze, hat nicht nur zu Lieferverzögerungen geführt, sondern könnte auch das Image von Tesla und dessen CEO, Elon Musk, schädigen.

Die Ursache: Stinkwanzen

Die Erthesina fullo, besser bekannt als die Gelbgefleckte Stinkwanze, ist der Hauptgrund für die Zurückweisung des Frachters Glovis Caravel des Logistikers Hyundai Glovis. Diese Wanzenart, bekannt als Schädling für Zier- und Obstpflanzen, stellt in Australien ein hohes Risiko dar. Um die Einschleppung unerwünschter Arten zu verhindern, griffen die australischen Behörden ein und schickten das Schiff zurück nach Shanghai.

Erhebliche Verluste und Umwege

Dieser Vorfall bedeutet für Hyundai Glovis einen erheblichen Zeitverlust von insgesamt 72 Tagen, einschließlich 62 Tage Wartezeit und erfolgloser Schädlingsbekämpfung vor der australischen Küste. Der Frachter musste zur Desinfektion zurück nach Shanghai und anschließend über Pyeongtaek in Südkorea einen neuen Versuch starten, nach Australien zu gelangen. Neben den Tesla-Fahrzeugen befanden sich auch etwa 1000 Neuwagen von Kia an Bord, was zusätzliche Verzögerungen für Kia-Kunden bedeutet.

Zusätzliche Probleme durch geopolitische Spannungen

Tesla sieht sich auch mit Herausforderungen durch die instabile Situation am Roten Meer konfrontiert. Angriffe der Huthi-Rebellen im Jemen auf internationale Handelsschiffe haben dazu geführt, dass große Reedereien den Suezkanal meiden und stattdessen den längeren Weg um das Kap der Guten Hoffnung wählen. Diese Umleitung beeinträchtigt die Lieferketten und zwingt die Tesla-Gigafactory in Grünheide, Berlin, zu einer vorübergehenden Produktionspause vom 29. Januar bis zum 11. Februar.

(VOL.AT)

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