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Vorarlberg: Hard erwirtschaftete 3,5 Millionen Euro Überschuss

Erfreulicher Rechnungsabschluss 2018 für Hard
Erfreulicher Rechnungsabschluss 2018 für Hard ©Gemeinde Hard
Sowohl bei den Ertragsanteilen als auch bei den gemeindeeigenen Steuern konnten im Haushaltsjahr 2018 Steigerungen verzeichnet werden. Ausgabenseitig war das Haushaltsjahr 2018 von einer sehr guten Budgetdisziplin geprägt.
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Die Gemeindevertreter der Marktgemeinde Hard beschlossen in ihrer gestrigen Sitzung den Rechnungsabschluss für das Jahr 2018. Mit 61,2 Mio. Euro Einnahmen/Ausgaben ist die Jahresrechnung ausgeglichen und weist einen Bruttoüberschuss von rund 3,5 Mio. Euro auf. Das Haushaltsjahr 2018 verlief für die Marktgemeinde Hard nicht zuletzt wegen der guten Konjunktur sehr erfreulich, berichtet die Bodensee-Gemeinde am Donnerstag.

„Es freut mich, dass es uns aufgrund der guten Wirtschaftslage und der sehr guten Budgetdisziplin gelungen ist, die positive Entwicklung der Vorjahre fortzusetzen“, so Bürgermeister Harald Köhlmeier.

Einnahmen auf hohem Niveau

Sowohl bei den Ertragsanteilen als auch bei den gemeindeeigenen Steuern konnten im Jahr 2018 Steigerungen verzeichnet werden: Bei den Ertragsanteilen lag die Steigerung bei 6,9%, bei den gemeindeeigenen Steuern sogar bei 9,8%. Der Anstieg bei den öffentlichen Abgaben resultiert im Wesentlichen aus der Steigerung bei der Kommunalsteuer sowie aus dem 2018 neu eingeführten Parkraummanagement.

Sehr gute Budgetdiziplin

„Ausgabenseitig war das Haushaltsjahr 2018 von einer sehr guten Budgetdisziplin geprägt. Bei rund 75% der Haushaltsstellen wurde das Budget eingehalten oder unterschritten. In Summe konnten gegenüber dem Haushaltvoranschlag 2,78 Mio. Euro eingespart werden“, hält Finanzreferent Franz Bereuter fest. Alleine im Verwaltungs- und Betriebswaufwand lagen die Einsparungen bei 1,37 Mio. Euro.

Auch bei den Beteiligungen konnten sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden. Sowohl bei der Harder Sport- und Freizeitanlagen BetriebsgesmbH, als auch beim Wasserverband Hofsteig führte eine sparsame und wirtschaftliche Abwicklung von Projekten zu deutlichen Einsparungen. Aufgrund dessen mussten der Harder Sport- und Freizeitanlagen BetriebsgesmbH rund 67.000 Euro weniger und dem Wasserverband Hofsteig rund 80.000 Euro weniger zugeschossen werden, als budgetiert.

Rückgang bei den Sozialausgaben

Während die Zahlungen an den Sozialfonds um 4,4% zurückgingen, lag die Steigerung bei den Spitalsabgängen mit 1% auf dem Niveau des Vorjahres.

Die frei verfügbaren Mittel betragen rund 1,66 Mio. Euro und liegen deutlich über dem Budget. Sie betragen rund 48 % des Bruttoüberschusses von 3,496 Mio. Euro. Die Einnahmen aus eigenen Steuern stiegen stark an und liegen um 507.000 Euro über jenen, des Vorjahres. Bei den Einnahmen aus der Benutzung von gemeindeeigenen Einrichtungen konnte eine Steigerung von 226.000 Euro gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden.

Die frei verfügbaren Mittel sind nicht durch die laufenden Ausgaben und den Schuldendienst gebunden und stehen einer Gemeinde somit für Investitionen oder einmalige Ausgaben zur Verfügung. Gerade im Hinblick auf die laufenden Investitionen und daraus folgenden künftigen Schuldentilgungen stellen sie eine wichtige Größe dar.

Rücklagen

Die geplanten Grundverkäufe im Ortsteil Bommen in Höhe von 5,5 Mio. Euro (abzgl. der budgetierten IMMO-ESt.) verschieben sich zeitlich ins Jahr 2019. Daher mussten den Rücklagen im Jahr 2018 4,4 Mio. Euro anstelle der budgetierten 1,67 Mio. Euro entnommen werden. Die Differenz von rund 2,8 Mio. Euro konnte allerdings aufgrund der sehr guten Entwicklung im Jahr 2018 aufgefangen werden und das, obwohl 0,8 Mio. Euro weniger an Darlehen aufgenommen wurden.

Investitionen in die Zukunft schlagen zu Buche

Die Marktgemeinde Hard investierte 2018 rund 16,84 Mio. Euro in die Infrastruktur. Hinzu kommen weitere 3,38 Mio. Euro, die von der Sport- und Freizeitanlagen BetriebsGmbH in die Schulsporthalle investiert wurden. Dieser hohe Investitionsanteil schlägt im Gesamtschuldenstand der Gemeinde mit einem Anstieg um rund 9,47 Mio. Euro zu Buche. In diesem Betrag sind auch 3 Mio. Euro enthalten, die für die Zwischenfinanzierung des Haushaltes für das Jahr 2018 aufgenommen wurden, nachdem aus strategischen Gründen die im Budget vorgesehenen Grundverkäufe im Quartier Bommen in das Jahr 2019 verschoben werden mussten.

„Der Rechnungsabschluss macht jedoch auch deutlich, dass es für Gemeinden immer schwieriger wird, die an sie gestellten Anforderungen, speziell in der Kinderbetreuung und als Schulerhalter, zu bewältigen und zu finanzieren“, erklärt Finanzreferent Franz Bereuter abschließend.

(Red.)

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