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VGT: "Wir wollen keine Bauern diskreditieren"

Ann-Kathrin Freude war am Dienstag bei "Vorarlberg Live" im Interview.
Ann-Kathrin Freude war am Dienstag bei "Vorarlberg Live" im Interview. ©Screenshot Video
Ann-Kathrin Freude vom VGT hat am Dienstag bei "Vorarlberg Live" erklärt, warum kleine Bauern geholfen werden muss und warum der Konsument wenig gegen Tiertransporte tun kann.
Tomaselli: "Spender-geleitete Politik"

Ann-Kathrin Freude ist beim "Verein gegen Tierfabriken" aktiv und setzt sich dort für die Rechte von Tieren ein. Sie hat am Dienstag im Gespräch mit VOL.AT Chefredakteur Marc Springer in "Vorarlberg Live" vom zweiten Tierschutzgipfel berichtet.

Ein großes Lob hat Frau Freude für Minister Anschober, der sich sehr dafür eingesetzt habe, dass es den Tiertransportgipfel gegeben hat. Man merke aber deutlich den Einfluss der Landwirtschaftskammer auf den türkisen Teil der Regierung, der es schwer mache Fortschritte im Sinne des Tierschutzes zu erzielen.

VGT bricht Lanze für kleine Bauern

Bauern würden ihrer Erfahrung nach vielfach mit dem VGT übereinstimmen, so Ann-Kathrin Freude, und wären entsetzt darüber wo ihre Tiere nach dem Verkauf landen. Die Förderungen seien jahrzehntelang in die falsche Richtung gegangen. Kleine Bauern würden durch die Spezialisierung auf Milchwirtschaft gezwungen ihre Kälber wegzugeben, was weder die Bauern noch die Bevölkerung wollen würden.

Die Rolle des Konsumenten

Es werde zwar viel auf die Konsumenten abgewälzt, tatsächlich habe diser aber wenig Einwirkung, erklärt Freude. Man sehe zum Beispiel auf einer Milchpackung nicht, ob für die diese Milch Kälber exportiert werden oder nicht. Man müsse den Konsumenten weit besser informieren, wenn man möchte, dass sich der Kunde tatsächlich entscheiden kann. Es müsse auch klar gezeigt werden, wie die Tiere von denen die jeweiligen Produkte stammen gehalten wurden.

Krank durch Massentierhaltung?

Auf die Frage, ob Massentierhaltung für Krankheiten bei Menschen verantwortlich sein kann, beziehungsweise Krankheiten von Tieren auf Menschen übertragen werden, spielen für Ann-Kathrin Freude vor allem multiresistente Keime eine Rolle. Da in der Massentierhaltung sehr viele Antibiotika, auch Breitbandantibiotika, eingesetzt werden, entwickeln sich multiresistente Keime. Diese würden vor allem durch die Gülle in die Umwelt ausgebracht, und wären einmal beim Menschen angekommen, kaum mehr zu behandeln.

Außerdem in der Sendung zu Gast war Nina Tomaselli, Nationalratsabgeordnete für die Grünen. Sie hat über die Halbzeit-Bilanz im Ibiza-Ausschuss gesprochen.

Die Sendung "Vorarlberg Live" ist eine Kooperation von VOL.AT, VN.at, Ländle TV und VOL.AT TV und wird von Montag bis Freitag, ab 17 Uhr, ausgestrahlt. Mehr dazu gibt's hier.

(VOL.AT)

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