Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

"Tierleid zu verhindern ist eine politische Verantwortung"

VGT über die Tiertransporte: "Unverständlich und komplett intolerabel"
VGT über die Tiertransporte: "Unverständlich und komplett intolerabel" ©VGT / Animal Animal Welfare Foundation / Animals International
Grüne Vorarlberg: "LH Wallner darf bei Tierleid nicht länger tatenlos zusehen" - SPÖ: "Wirkliche Maßnahmen wurden nie ergriffen" - FPÖ: "Hätte nie passieren dürfen"
Kälber-Transport in den sicheren Tod
Kälbertransporte in den Nahen Osten

Die Grünen Vorarlberg erwarten nach den öffentlich gewordenen Bildern der qualvollen Tiertransporte von Kälbern von Vorarlberg in den Libanon, dass Landeshauptmann Markus Wallner politische Verantwortung dafür übernimmt. "Diese Tiertransporte sind eine Schande für unser Land, das sich Tierschutzland Nummer 1 auf die Fahnen schreibt. Das Wegschauen muss ein Ende haben“, fordert Daniel Zadra, Grüner Klubobmann, Landeshauptmann Wallner zum Handeln auf.

"Tierleid verhindern ist eine politische Verantwortung"

Der aktuelle Fall aus Lustenau sei kein Einzelfall. Die Tiertransporte durch ganz Europa seien seit mehreren Jahren allen Entscheidungsträgern bekannt und das logische Ergebnis einer ausschließlich auf die Milchproduktion spezialisierten Landwirtschaftspolitik.

Daniel Zadra (VOL.AT)

"Wer Tierleid und Kälbertransporte verringern will, muss bei der intensiven Milchproduktion ansetzen. Mit einem Bauernopfer ist es nicht getan, das System muss grundsätzlich auf neue Beine gestellt werden. Wir Grüne schauen nicht weg. Wir haben ein Konzept vorgelegt und wir werden so lange kämpfen, bis diese grausamen Tiertransporte aufhören.“

SPÖ: "Wirkliche Maßnahmen wurden nie ergriffen"

Elke Zimmermann (VOL.AT)

„Alle paar Monate werden wir in Vorarlberg mit Fällen von Tierqual konfrontiert. Diese Regelmäßigkeit ist erschreckend, passiert ist seither nichts“, sagt SPÖ-Tierschutzsprecherin Elke Zimmermann. Der Landesregierung stellt sie in Sachen Tierschutz ein denkbar schlechtes Zeugnis aus: „Nach jedem neuen Fall geloben ÖVP und Grüne, dass jetzt alles besser wird. Doch wirkliche Maßnahmen wurden nie ergriffen. Sogar die Task-Force, die medienwirksam vom zuständigen Landesrat einberufen worden ist, hat sich inzwischen als Rohrkrepierer herausgestellt.

Das Ziel der SPÖ: "Tiertransporte aus Vorarlberg gänzlich abschaffen."

FPÖ: "Hätte nie passieren dürfen"

Daniel Allgäuer (VOL.AT)

Der freiheitliche Tierschutz- und Landwirtschaftssprecher im Vorarlberger Landtag, Daniel Allgäuer, stellt am Mittwoch fest, "dass dieser Fall nie passieren hätte dürfen, wenn sämtliche Gesetze eingehalten worden wären". In diesem Zusammenhang kritisiert Allgäuer die vom Handel beworbenen Sonderangebote und Dumpingpreise auf tierische Produkte, wie z. B. Fleisch. Die heimische Landwirtschaft leide zudem massiv unter dem Preisdruck von importiertem Billigfleisch, wie etwa Kalbfleisch aus Holland. „Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren unter höchsten Standards, erhalten dafür aber keine angemessenen Preise“, betont Allgäuer und verweist auf die Landtagsinitiative zur Reduzierung von Tiertransporten, welche im März 2019 einstimmig im Vorarlberger Landtag angenommen wurde.

Interview mit Josef Moosbrugger

Josef Moosbrugger, der Präsident der Landwirtschaftskammer, spricht über Kälbertransporte:

VGT: "Es wird abgewiegelt, beschönigt, totgeschwiegen"

"Man sollte meinen, dass nach so schockierenden Aufdeckungen die Lösungen nur so sprudeln", meint auch der "Verein Gegen Tierfabriken".

"Als Tierschützer_in wird man aber immer wieder aufs Neue mit der gegenteiligen Reaktion überrascht: Es wird abgewiegelt, beschönigt, totgeschwiegen. Auf klare Bekenntnisse, diese Transporte in naher Zukunft zu beenden, wartet man bisher vergeblich. Für die Bevölkerung ist dieses unfassbare Tierleid unverständlich und komplett intolerabel.

Forderungen des VGT Vorarlberg:

  • Zukünftig konsequenter Vollzug der EU-Verordnung zu Tiertransporten
  • Kein Transport von Tieren, die nicht von der Muttermilch entwöhnt sind
  • Eine maximale Transportdauer von acht Stunden für alle Tierarten
  • Keine Transporte in Drittstaaten
  • Förderung von Alternativen für den Export von Kälbern aus der Milch­produktion

VGT veröffentlicht neues Video aus libanesischem Schlachthof

Neues Videomaterial des Vereins Gegen Tierfabriken und Animals International zeigt: Ein österreichisches Rind liegt am Boden und erlebt minutenlang sein Sterben bei vollem Bewusstsein mit. Zwei weitere Rinder mit österreichischen Ohrmarken werden ebenfalls gezeigt. Die drei dokumentierten Rinder wurden nach einem zweiwöchigen Transport per Schiff in den Nahen Osten gebracht und kurz darauf bei vollem Bewusstsein geschlachtet.

"Transporte finden aus wirtschaftlichen Gründen statt"

Diese Szenen hätten laut VGT verhindert werden können - seit Jahren deckt der Verein immer wieder auf, wie österreichische Tiere bei Tiertransporten leiden, dass einige von ihnen im Nahen Osten landen und wie Behörden und Transporteure systematisch geltendes Recht umgehen, um diese weiten Transporte zu ermöglichen. Der VGT ist sauer: "Obwohl dieser Missstand seit Jahren bekannt ist, finden die Transporte aus wirtschaftlichen Gründen weiterhin statt."

Zur Petition: "Tiertransporte stoppen"

(Red.)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • "Tierleid zu verhindern ist eine politische Verantwortung"
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen