Senderbrücke sorgt weiter für Diskussionen

Die denkmalgeschützte Holzbrücke ist für den motorisierten Verkehr gesperrt.
Die denkmalgeschützte Holzbrücke ist für den motorisierten Verkehr gesperrt. ©VN/Paulitsch
Die aus Sicherheitsgründen gesperrte 140 Jahre alte Senderbrücke kann aus Gründen des Denkmalschutzes nicht ausreichend saniert werden, ein Projekt mit zwei Stahlbrücken soll nun vorgezogen werden. Ein Grundstückskauf sorgt für Fragen bei den Dornbirner Neos.
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Anfang September wurde die über 140 Jahre alte Senderbrücke aus Sicherheitsgründen überraschend gesperrt. Bei einer Kontrolle hatte eine externe Prüfung gezeigt, dass aufgrund der zahlreichen Anfahrschäden eine Aufrechterhaltung des Verkehrs nicht mehr vertretbar sei. Aktuell ist die Brücke nur für Radfahrer und Fußgänger zugänglich. Vorerst wurde davon ausgegangen, dass die Brücke so weit saniert werden kann, dass sie auch für den motorisierten Verkehr wieder freigegeben werden kann, inzwischen steht aber fest: Die Sanierung hätte zu starke Auswirkungen auf das Erscheinungsbild der denkmalgeschützten Brücke. Die Lösung soll nun ein Projekt sein, das bereits seit mehreren Jahren in Planung ist: Unmittelbar neben der bestehenden Brücke flussaufwärts sollen zwei Standardstahlbrücken errichtet werden, eine lange über die Dornbirnerach und eine kurze über den Elsässergraben. Laut VN geht die Landesstraßenbauabteilung von einem realistischen Fertigstellungstermin Mitte Frühjahr 2022 aus.

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Grundstückskauf mit Rückgabe-Vereinbarung?

Im Stadtplanungsausschuss Dornbirn wurde das Projekt "Neubau Senderbrücke" bereits vorgestellt. Wie NEOS-Stadtvertreter Günter Scrinzi berichtet, soll die unter Denkmalschutz stehende Holzbrücke abgetragen, an anderer Stelle wieder aufgebaut und an dessen Stelle eine "neue Brücke" errichtet werden. "Da das Land Vorarlberg keine Brücke auf fremden Boden errichtet, wurde ein Grundstück für die Errichtung einer Behelfsbrücke gekauft. Angeblich inklusive einer Vereinbarung, dass nach Errichtung der 'neuen Brücke' die Behelfsbrücke abgebaut und die Grundstücksfläche zum gleichen Verkaufspreis wieder an die Stadt Dornbirn zurückgegeben wird", erklärt Scrinzi. In den Medien werde aber berichtet, dass die Holzbrücke bestehen bleibt und am vorgesehenen Standort der Behelfsbrücke eine neue Stahlbrücke errichtet werden soll. "Der uns vorgestellte Rückkauf des Grundstückes ist anscheinend kein Thema mehr und findet nicht statt. Uns NEOS stellt sich die Frage, ob hier die Mitglieder des Stadtplanungsausschuss, als auch die Mitglieder der Dornbirner Stadtvertretung, mit falschen bzw. nicht aktuellen Informationen zu einem positiven Abstimmungsverhalten beeinflusst wurden. Wir NEOS sind ganz klar für eine rasche Lösung, verlangen aber, dass in den Ausschüssen, sowie in der Stadtvertretungssitzung transparent und ehrlich kommuniziert wird", fordert Scrinzi abschließend.

(Red.)

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