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Riefensberg: Unternehmer schlug bei Weidestall-Ausbau über die Stränge

©Symbolbild: Pixabay, Dietmar Stiplovsek
Wirbel um eine "Hütte". Ein Riefensberger Unternehmer baute seinen Weidestadel aus, übertrieb es damit aber wie der Bürgermeister im VOL.AT-Gespräch sagt.
Geräteschuppen erhitzt Gemüter

Ein Unternehmer in Riefensberg kaufte einen Weidestadel (Symbolbild) in Hanglage und baute diesen aus. An sich keine große Sache - hätte er beim Ausbau nicht etwas über die Stränge geschlagen, was auch - wie man hinter vorgehaltener Hand hört - im Dorf für Gesprächsstoff sorgt.

"Für Viehhaltung genutzt"

"Grundsätzlich nutzt er ihn schon für die Viehhaltung, wie es geplant war, aber er ist hier ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen", beschwichtigt Bürgermeister Ulrich Schmelzenbach gegenüber VOL.AT. "Das ist alles landwirtschaftlicher Grund in dem Bereich", so das Gemeindeoberhaupt. "Wir sind froh, wenn jemand das bewirtschaftet. Das ist ja auch nicht mehr ganz einfach mit diesen Hanglagen."

Bauausschuss zusammengerufen

Aber der Unternehmer habe bei der Einrichtung des Aufenthaltsraumes übertrieben. Dieser sei zwar im Antrag genehmigt worden, dürfe jedoch keinen Wohncharakter haben. Diese Vorgabe habe der Unternehmer allerdings missachtet.

Es sei kein Problem, einen Tisch oder Jausenplatz einzurichten, ein Weidestadel dürfe aber keine Wohnnutzung erahnen lassen. Die Gemeinde war um einen Lösungsansatz bemüht. Am Dienstagabend wurde eine Sitzung des Bauausschusses anberaumt, bei der die Situation nach dem Baugesetz abgehandelt wurde.

Unternehmer zeigt sich einsichtig

Gerüchte, nach denen es angeblich bereits einen Rechtsstreit in der Sache gebe, verneinte der Bürgermeister. "Nein, soweit sind wir nicht und dort werden wir auch nicht hinkommen", erklärt Schmelzenbach. "Wir haben es bisher immer geschafft, dass wir das mit Gesprächen gerichtet haben." Der Unternehmer habe einen Fehler gemacht und diesen werde man ausbessern. Es gehe darum, den rechtmäßigen Zustand nach dem Baugesetz und -bescheid wieder herzustellen. Der Besitzer zeige sich einsichtig, habe bereits zugesichert, Änderungen vorzunehmen. Bei der Sitzung habe man sich auf einen vernünftigen Kompromiss geeinigt.

"Müssen alle gleich behandeln"

"Er wird die Sachen, die in der landwirtschaftlichen Widmung nicht genehmigungsfähig sind zurückbauen. Was genehmigungsfähig ist wird man nachträglich genehmigen", informiert Bürgermeister Ulrich Schmelzenbach. Das sei auch protokolliert worden und werde von der Behörde überprüft werden. "Uns geht es auch immer um die Vorbildwirkung: Wir müssen alle gleich behandeln", betont Schmelzenbach. "Er hat es übertrieben, hat es auch eingesehen. Die Rechtsgrundlage ist immer die Widmung und wenn die Widmung nicht möglich ist, dann geht's auch nicht."

Nicht der erste Wirbel

Dies ist nicht der erste Fall, in dem eine Holzhütte in Vorarlberg für Aufregung sorgt. Bereits 2012 gab es Wirbel um einen Schuppen in Dornbirn Rüttenen. Dieser wurde mit Keller, Wasseranschluss, Heizung und Kamin ausgestattet und hatte - vor allem nach Ansicht der Dornbirner Opposition - nichts mehr mit dem behördlich bewilligten Geräteschuppen gemein. Die Wogen gingen in der Messestadt daraufhin hoch.

(VOL.AT)

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