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Projekt Stadttunnel Feldkirch wird wohl verschoben

Land Vorarlberg will Projekt "unter Berücksichtigung der Covid-19-Krise auf die budgetäre Situation des Landes" prüfen
Land Vorarlberg will Projekt "unter Berücksichtigung der Covid-19-Krise auf die budgetäre Situation des Landes" prüfen ©VOL.AT/Steurer; Mayer
Das umstrittene Bauprojekt Stadttunnel Feldkirch dürfte infolge der Coronakrise aus budgetären Gründen zeitlich verschoben werden.

Nach Andeutungen von Landeshauptmann Markus Wallner und Aussagen von Landesrat Marco Tittler (beide ÖVP) legt das nun auch die Beantwortung einer FPÖ-Anfrage nahe. Dagegen habe die Asfinag noch für heuer eine Trassenempfehlung für eine S18-Alternative zugesagt.

"Budgetäre Situation überprüfen"

Die FPÖ wollte vom zuständigen Landesrat Tittler Anfang Juni wissen, wie es um die Zukunft wichtiger Straßenbauprojekte im Land steht. FPÖ-Verkehrssprecher Daniel Allgäuer sorgte sich, dass Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne) und die schwarz-grüne Landesregierung nicht hinter dem verkehrsentlastenden Bau der S18 und der Errichtung des Stadttunnels Feldkirch stehen. Eine vonseiten der Landesregierung angekündigte "Evaluierung" des Tunnel-Projekts erläuterte Tittler folgendermaßen: "In Anbetracht der Kosten für dieses Projekt ist die zeitliche Umsetzung unter Berücksichtigung der Covid-19-Krise auf die budgetäre Situation des Landes zu überprüfen". Ziel bleibe es, das Projekt innerhalb der durch die UVP vorgegebenen Fristen umzusetzen, hieß es weiter. Darin sehe man einen Widerspruch, dem man im Landtag weiter nachgehen wolle, so Allgäuer dazu.

Vorarbeiten sollen fertiggestellt werden

Die Vorarbeiten für das Projekt werden laut Tittler fertiggestellt, einen Zeitplan nannte er jedoch nicht.

Der vier Kilometer lange Stadttunnel Feldkirch soll rund 260 Mio. Euro kosten, den Löwenanteil trägt das Land. Er besteht aus vier Tunnelarmen und einem unterirdischen Kreisverkehr, der die vier Äste verbindet. Ziel ist eine nachhaltige Verkehrslösung für die Stadt, konkret die Entlastung der "Bärenkreuzung", an der täglich 40.000 bis 50.000 Kraftfahrzeuge gezählt werden. Das Bundesverwaltungsgerichts setzte in seinem Erkenntnis vom Juni 2019 über die Beschwerden gegen den Genehmigungsbescheid des Landes für die späteste Bauvollendung eine Frist von elf Jahren ab Rechtskraft des Bescheides fest.

Trassenempfehlung für S18

Eine Trassenempfehlung der Asfinag für das ebenfalls umstrittene Straßenbauprojekt S18, das das österreichische und das schweizer Autobahnnetz verbinden soll, ist dagegen wie angekündigt für heuer zu erwarten. Der Abschluss des Variantenvergleichs und eine Variantenempfehlung sei für 2020 zugesagt, dieser Zeitplan sei "auch in jüngster Auskunft" der Straßenbaugesellschaft nochmals bestätigt worden, so Tittler. Derzeit arbeite die Asfinag an der Erstellung der Unterlagen, die für den Trassenauswahlprozess nötig seien. Die Arbeiten würden mit Nachdruck vorgenommen, versicherte er.

Rheintal-Mitte soll Ende 2021 in Betrieb gehen

Plangemäß verlaufen laut der Anfragebeantwortung die Arbeiten für einen Neubau der A14-Anschlussstelle Rheintal-Mitte, Ende 2021 soll diese in Betrieb gehen.

Ebenso der Umbau der Anschlussstelle Bludenz-Bürs. Die geplante Fahrspurerweiterung auf der S16 Arlberg-Schnellstraße soll im Frühjahr 2021 starten, im Anschluss und frühestens 2024 könne ein weiterer Sicherheitsausbau, etwa eine Verlängerung der vor allem im Winter stauträchtigen Abbiegespur der Abfahrt Bludenz-Montafon, erfolgen. Für das Gesamtkonzept samt Maßnahmen im Landes- und Gemeindestraßennetz um den Vollausbau der Anschlussstelle Wolfurt-Lauterach, an der eines der größten Betriebsgebiete Vorarlbergs entstehen soll, sei mindestens ein Zeitraum von fünf Jahren zu veranschlagen. Zugesagt hat die Asfinag laut der Anfragebeantwortung zudem die Umsetzung eines Verkehrskontrollplatzes bei Lauterach und eine Verkehrsbeeinflussungsanlage. Gespräche dazu liefen, hieß es.

(APA)

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