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Pipeline-Chaos beschäftigt auch Landesvolksanwalt

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Klaus Feurstein bei "Voralberg LIVE" über seinen Jobwechsel und die Schwerpunktthemen als neuer Landesvolksanwalt.

Er war bis Mai der Bregenzer Stadtamtsdirektor – jetzt ist er Vorarlbergs Landesvolksanwalt. Im "Voralberg LIVE"-Interview gibt Klaus Feurstein zu, dass er durchaus überrascht war, dass der Bregenzer Neo-Bürgermeister Michael Ritsch die Stelle des Stadtamtsdirektors so schnell neu besetzen wollte.

Auch unangenehme Dinge ansprechen

Umso erfreuter war Feuerstein, dass er vom Landtag mit den Stimmen der ÖVP und der SPÖ mit über 75 Prozent zum neuen Landsvolksanwalt gewählt wurde.

Auf die Frage nach den politischen Verflechtungen eines Landesvolksanwalts, entgegnet Feurstein, dass er zwar ein politischer, aber kein parteipolitischer Mensch sei. Seine Hauptaufgabe sei es, den Vorarlberger Bürgern zu helfen. Zudem scheue er sich nicht, dabei auch unangenehme Dinge anzusprechen.

Für seine neue Aufgabe als Landesvolksanwalt sieht sich Feuerstein jedenfalls gerüstet. Bereits seiner beufliche Vergangenheit sei vom Kontakt mit Menschen geprägt gewesen. Die Rolle als Mediator sei ihm durchaus vertraut.

Sprechstunden geplant

Die ersten 30 Tage im neuen Amt habe Feurstein dazu genutzt, erste Bürgerkontakte aufzunehmen und sich in erste Verfahren einzuarbeiten. Im Herbst will der neue Landesvolksanwalt vermehrt den Kontakt zur Bevölkerung suchen. Geplant seien Sprechstunden in allen Vorarlberger Talschaften.

Feurstein sieht bei der Landesvolksanwaltschaft ein breites Themenspektrum, welches es zu betreuern gibt. In erster Linie sei sie aber dazu da, Bürger in verwaltungsrechtlichen Tehmen zu unterstützen. Als Beispiel führt Feuerstein Bauverfahren oder Widmungsfragen an. Er sieht die Landesvolksanschwaltschaft auch als Berater für Bürger, die das Gefühl haben, nicht gehört zu werden.

Anfragen wegen Pipeline-Lärm

Angesprochen auf das derzeit alles überschattende Thema Corona-Pademie erklärt Feurstein, dass sich in den letzten Wochen die Beschwerden wegen ausgesprochener Corona-Strafen deutlich reduziert haben. Zu Beginn der Pandemie sei dies aber ein großes Thema gewesen, auch wenn die Verantwortung hier beim Bund und nicht im Land liege.

Allerdings habe es in jüngster Vergangenheit vermehrt Anfragen aufgrund der Situation an der Bregenzer Pipeline gegeben. Diese ist in den letzten Wochen mehr und mehr zur "Party-Meile" für Jugendliche, inklusive Lärm und Müll, geworden (VOL.AT hat berichtet).

Die betroffenen Bürger hätten sich diesbezüglich bei der Landesvolksanwalt häufig über ihre Rechte und ihre Handlungsmöglichkeiten informiert.

(VOL.AT)

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