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Pflege in Vorarlberg: "Kann nicht sein, dass Schüler reguläre Dienste übernehmen"

©apa
Wir sprachen mit einer Pflegerin einer Vorarlberger Einrichtung mit über zehn Jahren Berufserfahrung. Sie zeichnet ein Bild von überlasteten Arbeitskräften und dünnen Personaldecken. 
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Kathrin (Name von der Redaktion geändert) ist seit über 10 Jahren in Vorarlberger Einrichtungen als Pflegerin tätig. Im Gespräch mit VOL.AT zeichnet sie ein düsteres Bild: Die Personaldecke ist oft so dünn, dass Pflegeschülerinnen als vollwertige Arbeitskräfte eingesetzt werden müssen. Man habe kaum Zeit für die Bewohner, die Aufgaben nehmen zu während der Personalstand gleich bleibt. Und die Aufgaben verändern sich, psychische Probleme unter den Bewohner nehmen zu.

Kündigungswellen in der Pflege

In den Abteilungen wäre die Stimmung dementsprechend am Boden. In einer Branche, an der es an Fachkräfte mangelt, würden immer mehr kündigen. Es brauche in erster Linie mehr Personal, um die Arbeitsplätze wieder attraktiv zu gestalten.

Pflegelehre: Viele Fragezeichen

Hier sieht der Landesvorsitzende der GÖD Gesundheitsgewerkschaft Thomas Steurer keine Abhilfe durch die Pflegelehre. Diese funktioniere relativ für die Schweiz, aber nur durch ihr System. Viele Fragen wären offen: In der Pflege gilt ein Mindestalter von 17 Jahren, was bis dahin mit den Lehrlingen tun? Sind dies dann Hilfskräfte oder soll die Lehre zum gehobenen Dienst führen? Der gehobene Dienst sind Diplomkräfte, hier ist der Mangel am größten. Hilfskräfte haben eine einjährige Ausbildung, hier wäre eine mehrjährige Lehre dementsprechend unattraktiv. Und wer solle diese ausbilden, wenn es an Ausbildner fehlt?

Kein Platz für Ärzte in der Pflege

Auch dem laut gewordenen Vorschlag, Ärzte in der Pflege – die ja eine eigene Profession mit Ausbildungen ist – einzusetzen, kann er nichts abgewinnen. “Das wäre so, als ob ich mit einem kaputten Motor zum Autospengler gehen würde statt zum Automechaniker. Haben schließlich beide mit Autos zu tun”, vergleicht Steurer.

 

 

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