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Notenstreit: Werden die Lehrerinnen gekündigt?

Notenstreit an Volksschule: Droht den Lehrerinnen jetzt die Kündigung?
Notenstreit an Volksschule: Droht den Lehrerinnen jetzt die Kündigung? ©paulitsch
Sollten die Lehrerinnen der Volksschule Lustenau-Kirchdorf den Kindern tatsächlich einen Einheitszweier geben, könnte ihnen gar die Kündigung drohen.
Notenzwang an Schulen: Jetzt wird nachgesessen!
Keine Noten mehr an Volksschulen?

An der Volksschule Lustenau-Kirchdorf sollen die Kinder der 2. und 3. Schulstufe dieses Jahr alle ein "Gut" im Zeugnis stehen haben - aus Protest gegen die Wieder-Einführung der Ziffernnoten und in Absprache mit den Eltern. Die Bildungsdirektion droht mit Konsequenzen.

Die Bildungsdirektion müsse handeln, sonst begeht sie Amtsmissbrauch, so Markus Juranek von der Rechtsabteilung der Bildungsdirektion gegenüber "ORF Vorarlberg". Sollte es sich um eine schwere Dienstpflichtverletzung der Lehrerinnen handeln, weil die Einheitszweier sich als nicht gerechtfertigt herausstellen, könnten disziplinarrechtliche Konsequenzen folgen:

Im Sommer droht strafrechtliches Verfahren

Diese umfassen einen einfachen Verweis über Geldstrafen bis zur Kündigung. Halbjahreszeugnisse gelten an Schulen nur als "Schulnachricht", wie der "ORF Vorarlberg" ausführt - das Zeugnis im Sommer sei dagegen eine Urkunde, weshalb den Lehrerinnen zusätzlich noch ein strafrechtliches Verfahren wegen Urkundenfälschung drohen könnte.

Vergangenen Mittwoch haben sich Bildungsdirektion und Lustenauer Volksschule auf einen Dialog verständigt. In mehreren Gesprächen soll versucht werden, eine Lösung zu erarbeiten.

Das sagen SPÖ und NEOS

(VOL.AT) Manuela Auer

SPÖ-Bildungssprecherin Manuela Auer unterstützt den Protest der Lehrerinnen und Eltern der Volksschule Kirchdorf in Lustenau für die Beibehaltung alternativer Beurteilungsmethoden: „Ich finde die Aktion vollkommen richtig. Engagierte LehrerInnen setzen sich dafür ein, dass die Leistung von kleinen Volksschulkindern nicht nur anhand einer einzigen Zahl beurteilt wird. Doch anstatt ihre Einwände ernstzunehmen droht man ihnen mit Strafmaßnahmen.“

(NEOS Vorarlberg) Sabine Scheffknecht

Auch Sabine Scheffknecht stellt sich im Notenstreit hinter die "inhaltlichen Anliegen" der Lehrerinnen: „Die Rückkehr zum Notenzwang, also zur verpflichtenden Beurteilung von Volksschulkindern mit Ziffernnoten, ist ein bildungspolitischer Rückschritt." Wenn engagierte Lehrpersonen dagegen aufbegehren, sei das aus pädagogischer Sicht nachvollziehbar. 

Der Verein “Gemeinsam Zukunft Lernen” hat eine Petition gegen Notenzwang an Schulen gestartet. Interview mit Simone Flatz, Obfrau des Vereins.

Wolfgang Türtscher, Obmann der ÖAAB-Lehrer, sieht die Petition und deren Ziel kritisch.

(Red.)

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