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Mohren-Debatte: Das sagen FPÖ, ÖVP und Grüne

Von links nach rechts: Roland Frühstück (ÖVP), Christoph Bitschi (FPÖ) und Daniel Zadra (Grüne).
Von links nach rechts: Roland Frühstück (ÖVP), Christoph Bitschi (FPÖ) und Daniel Zadra (Grüne). ©VOL.AT/Lerch/Facebook Christoph Bitschi
Vorarlbergs FPÖ-Chef Bitschi stellt sich hinter das traditionelle Logo mit dem Mohrenkopf. Er verlost auf seiner Facebook-Seite fünf Kisten des Biers an seine Fans. Die ÖVP will sich nicht positionieren und sieht die Debatte als Sache des Unternehmens, die Grünen sehen eine Chance in der Logo-Umgestaltung. Die Mohrenbrauerei betont aber, sie wolle sich nicht vor einen politischen Karren spannen lassen.
Die Mohrenbrauerei und ihr Ansehen außerhalb Vorarlbergs
Mohren will sich mit Logo auseinandersetzen
Diskussion zwischen Mohren-Chef und Aktivistinnen

Seit Wochen wird in Vorarlberg darüber diskutiert, ob das Mohren-Logo rassistisch ist oder nicht. Christoph Bitschi, offenbar ein Mohrenbräu-Fan, veranstaltet ein Gewinnspiel auf Facebook und verlost fünf Kisten des Vorarlberger Biers an seine Fans. So will er "ein klares Statement zur aktuellen Situation" setzen, wie er schreibt.

Die Mohrenbrauerei hat den Beitrag gesehen und freut sich über den Zuspruch, will sich aber in keiner Art und Weise von einer politischen Partei oder anderen Gruppierungen vereinnahmen lassen, so die Brauerei gegenüber ORF Vorarlberg. Das habe man dem FPÖ-Chef auch schriftlich mitgeteilt.

ÖVP-Klubobmann sieht Debatte als Angelegenheit des Unternehmens

ÖVP-Klubobmann Roland Frühstück will sich in die Mohren-Debatte nicht einmischen, wie er gegenüber VOL.AT zu verstehen gibt. "Ich sehe es als Angelegenheit des Unternehmens und möchte keine Empfehlungen geben. Mohrenbräu muss selbst wissen, wie sie ihr Unternehmen und ihre Produkte nennen. Seit Jugendzeiten stehe ich persönlich gegen Diskriminierungen auf, ich trinke aber ohne schlechtes Gewissen einen Mohren-Pfiff. Wir sollten die Dinge nicht vermischen, weiterhin wachsein, aber nicht überziehen!"

Grünen-Zadra: "Lange Zeit habe ich das Logo unkritisch hingenommen"

Daniel Zadra, Klubobmann der Grünen sieht in der Weiterentwicklung des Logos eine Chance: "Mein erstes Bier war ein Mohrenbräu. Lange Zeit habe ich, wie viele andere, das Logo unkritisch hingenommen. Die Augen geöffnet haben mir Freunde aus dem Ausland und zuletzt Geschäftspartner aus Mosambik. Sie waren fassungslos und gekränkt. Das muss nicht sein und ist keine gute Werbung für den Standort Vorarlberg, der von Export und internationalem Tourismus lebt." In diesem Zusammenhang sei es erfreulich, dass die Mohrenbrauerei die Kritik nun ernst nimmt, die Situation neu bewertet und den Markenauftritt überarbeitet. Darin liege auch für die Firma eine große Chance. "Sie kann zeigen, dass man stolz auf eine 200 jährige Geschichte sein kann, sich kritisch damit auseinandersetzt und mutig in die Zukunft blickt", so Zadra.

Petitionen für und gegen das Logo laufen

Die Debatte um das Logo bewegt Vorarlberg, soviel steht fest. Es gibt bereits Online-Petitionen für und gegen das Logo mit dem Mohrenkopf. Für die Kampagne "Rettet das Mohren-Logo" unterschrieben bisher 10.389 Personen. Die Petition "Mohrenbrauerei Dornbirn: Logo jetzt ändern!" verzeichnete am Mittwochmorgen 2.458 Unterschriften.

(Red.)

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