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Mautbefreiung: Freude in Bregenz - Ärger in Lustenau und Hohenems

Freud und Leider über die geplante Vignettenbefreiung.
Freud und Leider über die geplante Vignettenbefreiung.
"Retropolitisches Signal": Kurt Fischer und Dieter Egger befürchten eine zunehmende Verkehrsbelastung in ihren Gemeinden und poltern.
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Mautfrei bis Ems

Während der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart durch die Mautbefreiung auf der Strecke von Hörbranz nach Hohenems auf eine Entlastung der verkehrsgeplagten Bregenzer Bevölkerung hofft, ist der Ärger bei seinen Amtskollegen in Hohenems und Lustenau hoch. Die geplante Mautbefreiung für die Strecke von Hörbranz nach Hohenems sorgt in den betroffenen Gemeinden jedenfalls für viel Ärger und Wirbel.

Linhart: "Große Freude"

Sehr erfreut zeigt man sich in Bregenz über den jüngsten, Beschluss des Nationalrates, wonach der Abschnitt der A14 Rheintalautobahn zwischen Hörbranz und Hohenems ab 15. Dezember 2019 von der Mautpflicht befreit wird. Bürgermeister Markus Linhart sprach von einem wichtigen Erfolg, der nach jahrelangen Anstrengungen zur Reduktion der Vignettenflucht durch die Bregenzer Innenstadt sowie im Großraum Bregenz nun endlich gelungen sei.

"Die Diskussion rund um die Vignette zeigt aber auch, dass sie ein ungeeignetes Finanzierungsinstrument ist. Richtig wäre ein Aufschlag auf die Treibstoffkosten, also eine Erhöhung der Mineralölsteuer. Damit könnte man auch einen ökologischen, verursacher- und leistungsgerechten Lenkungseffekt erzielen", schlägt Linhart vor. 

Fischer: "Wir werden alle daran leiden"

Der Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer glaubt nicht, dass die geplante Lösung für Bregenz eine nachhaltige Entlastung bringen wird. "Das kann man in den Wind schreiben", sagt er. "Und umgekehrt werden wir alle an dem leiden, an diesem falschen retropolitischen Signal das man da setzt", poltert Fischer im ORF-Vorarlberg-Interview. "Es bedeutet, dass man für Deutschland die Schleusen öffnet. Es wird mehr Verkehr geben."

Umfrage: "Als Bregenzer Bürger bin ich dafür"

Dieter Egger: "Werden uns wehren"

Auch der Bürgermeister von Hohenems Dieter Egger kann die Mautbefreiung nicht nachvollziehen. "Hier wird buchstäblich über eine Region mit 100.000 Anwohnern drübergefahren." Die betroffen Gemeinden Lustenau und Hohenems wollen sich - gemeinsam mit Schweizer Gemeiden - jedenfalls wehren. So denkt man in der Nibelungenstadt sogar über Fahrverbote und Straßensperren nach. "In Hohenems bauen wir die jetzt die Abfahrt (von der A14, Anm. d. Red.) um, weil wir ein Sicherheitsproblem haben. Und genau an jenen Punkten will man jetzt zusätzlichen Verkehr vor die Haustüre setzen."

Für Wallner die richtige Lösung

Für Landeshauptmann Markus Wallner ist die geplante Vignettenbefreiung die richtige Lösung. Beim Versuch mit der Korridorvignette - die laut Egger nicht mit einer Mautbefreiung vergleichbar ist - habe sich in einer Studie gezeigt, dass die Mehrbelastung für Hohenems gering gewesen sei. Sie habe sich relativ gut auf den Großraum aufgefächert. Es könne laut Wallner gerne geprüft werden, ob sich das bei einer Mautbefreiung anders auswirke. Zudem werde intensiv an den Vorbereitungen für den Autobahnanschluss Rheintal-Mitte gearbeitet, der Entlastung für Hohenems bringe.
(VOL.AT/ms, APA)

Live: Diskussion über die Mautbefreiung im Nationalrat

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