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Lech brodelt: Werden Bürger vor der Wahl eingeschüchtert?

Der amtierende Bürgermeister Muxel (links) muss Ende September gegen Jochum (rechts) in die Stichwahl.
Der amtierende Bürgermeister Muxel (links) muss Ende September gegen Jochum (rechts) in die Stichwahl. ©VOL.AT
In Lech kämpfen der amtierende Bürgermeister Ludwig Muxel und sein Kontrahent Stefan Jochum in der Stichwahl um den Bürgermeistersessel. Nun wird der Wahlkampf schmutzig, denn Anhänger Muxels sollen Bürger einschüchtern und Jochum schlechtmachen. Muxel dementiert.
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Der seit April 1993 als Bürgermeister amtierende Muxel erhielt in der Bürgermeister-Direktwahl 369 Stimmen (35,45 Prozent), für Jochum sprachen sich hingegen 496 Wähler (47,65 Prozent) aus. 

Einschüchterung und Angstmache

Einschüchterung, Angstmache und Diffamierung sind Begriffe, die bei einer demokratischen Wahl eigentlich nichts verloren haben. Trotzdem sollen diese Wörter fallen, wenn man mit Bürgern in der Gemeinde Lech spricht. Stefan Jochum, der Stichwahl-Kontrahent des amtierenden Bürgermeisters, bekommt nach eigener Aussage immer wieder Anrufe, in denen sich Bürger entsetzt über die Vorgangsweise der Muxel-Mitstreiter zeigen.

So sollen Mitarbeiter, nachdem sie einen Brief des Bürgermeisters ausgehändigt haben, noch Sätze wie "Der Jochum kann nix" oder "Das mit dem Jochum würde ich mir gut überlegen" fallen lassen. Auch, dass man einen Bürgermeister Jochum in der Gemeindevertretung sowieso blockieren würde, soll den Wählern eingeredet worden sein. "Einige Leute haben nun Angst zur Wahl zu gehen. Ein Wahlkampf dieser Art ist nicht gut für unsere Gemeinde", sagt Stefan Jochum im Gespräch mit VOL.AT.

Bürgermeister Muxel dementiert

Bürgermeister Ludwig Muxel hingegen dementiert diese Vorwürfe mit Nachdruck. Es sei ganz bestimmt niemand von ihm oder seinen Mitstreitern eingeschüchtert oder bedroht worden. "Ich bin nun schon einige Jahre Bürgermeister und jeder, der mich kennt, weiß, dass das nicht mein Stil ist", beteuert Muxel gegenüber VOL.AT. Dass Jochum-Wähler nun Angst haben sollen, in der Gemeinde benachteiligt zu werden, sei absurd. Als Bürgermeister habe Muxel gar nicht die Möglichkeit, wichtige Entscheidungen - beispielsweise über Umwidmungen - alleine zu treffen. Das passiere immer gemeinsam in der Gemeindevertretung. "Zum Glück überwiegt in Lech noch Sach- und keine Parteipolitik", so der Bürgermeister.

Am 27. September kommt es in Lech zur Stichwahl. Chancen auf den Bürgermeistersessel rechnen sich sowohl Muxel als auch sein Kontrahent aus. "Zwei Drittel haben in der Wahl nicht für Muxel gestimmt, ich glaube das wird sich für mich ausgehen", sagt Jochum. Der amtierende Bürgermeister, der bei der Wahl etwa 12 Prozent weniger Stimmen einfahren konnte, klingt da etwas zurückhaltender: "Ich weiß nicht wie meine Chancen stehen, aber ich hoffe, dass ich nochmal Bürgermeister werde."

(Red.)

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