Wahl-Beben in Lech: Bgm. Muxel nur Zweiter

Muxel muss in Stichwahl gegen Jochum
Muxel muss in Stichwahl gegen Jochum ©VOL.AT
Im Arlberger Nobelskiort Lech müssen die Wahlberechtigten in zwei Wochen noch einmal abstimmen.
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In der Entscheidung um den Bürgermeistersessel kommt es zu einer Stichwahl zwischen Amtsinhaber Ludwig Muxel und Stefan Jochum, dem Standesbeamten der Gemeinde. Bei der Direktwahl am Sonntag übertrumpfte Jochum das langjährige Gemeindeoberhaupt Muxel um mehr als zwölf Prozentpunkte.

Jochum deutlich vorne

Der seit April 1993 als Bürgermeister amtierende Muxel erhielt in der Bürgermeister-Direktwahl 369 Stimmen (35,45 Prozent), für Jochum sprachen sich hingegen 496 Wähler (47,65 Prozent) aus. Der dritte Kandidat in der Bürgermeister-Direktwahl, Bruno Strolz, musste sich mit 176 Stimmen (16,91 Prozent) begnügen.

In der Gemeindevertretungswahl lag hingegen die "Liste Lech" um Ludwig Muxel mit 443 Stimmen (42,19 Prozent) knapp zwölf Prozentpunkte vor der Liste "Unser Dorf" um Jochum (319 Stimmen, 30,38 Prozent). Die Liste "Zusammen uf Weg" erreichte 226 Stimmen (21,52 Prozent), die Liste "Zukunft Wagen" kam auf 62 Stimmen (5,9 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 81,09 Prozent.

Auseinandersetzung um Gemeindezentrum

In Lech ist seit längerer Zeit eine Auseinandersetzung um die Gestaltung des neuen Gemeindezentrums entbrannt, die sich nun auch in der Gemeindevertretungs- und der Bürgermeister-Direktwahl widerspiegelte. Die Kritik an dem 38 Mio. Euro-Projekt, das sich bereits in Umsetzung befindet und bis 2022 abgeschlossen sein soll, riss nie ab. Zu den Kritikern zählen auch Proponenten der Listen, die sich gegen Muxels "Liste Lech" in Stellung brachten. Ziel des 65-jährigen Muxel ist es, noch einmal zum Bürgermeister gewählt zu werden und in etwa zwei Jahren - wohl nach Fertigstellung des Gemeindezentrums - zurückzutreten.

Dass im Dorf Unzufriedenheit herrscht, zeigt sich allein dadurch, dass am Wahltag gleich vier Listen wählbar waren - in der Vergangenheit hatte Lech öfters per Mehrheitswahl über seine Gemeindevertretung entschieden, zuletzt 2015 und 2010. Bei diesem Wahlmodus tritt gar keine Parteiliste an, und die Wähler tragen die von ihnen gewünschten Kandidaten in einen leeren Stimmzettel ein.

(APA)

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