Kein U-Ausschuss in der Impf-Causa Matt

Entsprechender NEOS-Antrag erhielt keine Mehrheit
Entsprechender NEOS-Antrag erhielt keine Mehrheit ©Stiplovsek
Die frühzeitige Corona-Impfung des Feldkircher Bürgermeisters Wolfgang Matt (ÖVP) bleibt für das Stadtoberhaupt ohne Konsequenzen in der Stadtpolitik.

Der Stadtrat lehnte am Montagabend einen NEOS-Antrag auf "Einsetzung eines Untersuchungsausschusses" ab. Der Bürgermeister versprach laut Aussendung dennoch, in der Causa keine Frage unbeantwortet zu lassen. Er werde allen Parteien für Fragen und Auskünfte zur Verfügung stehen, sagte er.

NEOS-Stadtrat Georg Oberndorfer hielt vor allem die Frage für klärungsbedürftig, "wer Bürgermeister Matt die Priorisierung 1 zugeordnet" hat. Ebenso gelte es zu eruieren, "wie sich die Vorgänge im 'Haus Gisingen' tatsächlich abgespielt" haben. Ohne vollständige Aufklärung könne nicht zur Tagesordnung übergegangen werden, "seit zehn Jahren hat kein Thema die Feldkircher Öffentlichkeit so stark bewegt wie diese Causa", so Oberndorfer.

Keine Mehrheit für U-Ausschuss

Eine Mehrheit für den NEOS-Antrag fand sich im ÖVP-FPÖ-dominierten Stadtrat aber nicht. Volkspartei und Freiheitliche sahen einen Ausschuss nicht als zielführend an, außer den NEOS sprachen sich nur die Grünen dafür aus.

Impfung sorgte für Schlagzeilen

Der 65-jährige Matt hatte in der vergangenen Woche österreichweit für Schlagzeilen gesorgt, weil er sich im Rahmen einer Impfaktion in einem Feldkircher Seniorenheim ebenfalls gegen das Coronavirus immunisieren ließ.

Matt argumentierte, dass er auf einer "Backup-Liste" gestanden sei und die allerletzte Impfdosis erhalten habe, die ansonsten hätte entsorgt werden müssen. Mittlerweile hat er sich dafür entschuldigt, die Impfdosis in Anspruch genommen zu haben.

(APA)

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