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Heimunterricht: Kopftuchverbot könnte nach hinten losgehen

©APA, VOL.AT
Die Ankündigung des Kopftuchverbots für unter 14-Jährige besorgt betroffene Eltern. Heimunterricht sei eine der Überlegungen.
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Heimunterricht kann Alternative sein

Bei der früheren JETZT-Nationalratsabgeordneten Martha Bissmann, welche nun bei der Wien-Wahl für die Migrantenpartei SÖZ antritt, meldeten sich scheinbar mehrere Eltern voller Sorge wegen dem kommenden Kopftuchverbot - darunter auch Personen aus Vorarlberg, wie diese über die sozialen Netzwerken thematisiert.

Kopftuch als Teil der Identität

Das Kopftuch werde von den betroffenen Kindern auch als Zeichen der Identität verstanden, zeigt sie anhand einer beispielhaften Nachricht. Die Familie sei bereit, an allem mitzuwirken, was notwendig sei - aus Rücksicht auf ihre schulisch durchaus erfolgreiche Tochter mache sie sich aber bereits über andere Möglichkeiten wie Heimunterricht schlau.

Heimunterricht als Option

Grundsätzlich steht jedem in Österreich offen, sein Kind selbst zu unterrichten - sofern der dortige Unterricht mit dem an den öffentlichen Schulen gleichwertig ist. Dies wird auch durch regelmäßige Prüfungen kontrolliert.

Religiöse Minderheiten nutzen Heimunterricht

Diese Option wird bereits von anderen religiösen Minderheiten wahrgenommen, die mit den in den öffentlichen Schulen vermittelten Weltbild nicht einverstanden sind. So informieren auch erz-christliche bibeltreue Eltern prominent im Internet über den Heimunterricht.

Vom Heimunterricht zur Privatschule

Auch die Schule der Siebten-Tag-Adventisten Elja in Dornbirn begann als Heimunterricht. Eine solche konfessionelle Privatschule einer anerkannten Religionsgemeinschaft hat für interessierte Eltern einen Vorteil gegenüber dem Heimunterricht: Der Staat übernimmt die Bezahlung des Lehrpersonals, so auch an der seit diesem Schuljahr buddhistischen Montesorri-Schule in Altach.

Schöbi-Fink glaubt an Gespräche

Noch ist offen, inwiefern dies auch für muslimische Eltern eine Rolle spielen wird - dementsprechende Überlegungen sind jedoch scheinbar vorhanden. Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink ist noch zuversichtlich: Bei den Kindergärten und Volksschulen, hier gilt ein vergleichbares Verbot seit 2018, habe man sehr viel mit Gesprächen erreichen können.

(VOL.AT)

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