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Geplatzter Kreuzfahrt-Traum: Jetzt stehen die Passagiere vor dem Nichts

Die Kreuzfahrt wurde abgesagt - viele Passagiere stehen jetzt vor dem Nichts. ©Life At Sea Cruises
Die Vorfreude war groß, die Enttäuschung ist größer: Eine dreijährige Kreuzfahrt, die am 1. November in Istanbul starten sollte, wurde kurzfristig abgesagt. Zahlreiche Passagiere, die bereits ihre Heime verkauft oder vermietet haben, stehen nun vor existenziellen Herausforderungen.

Die freudige Erwartung auf eine dreijährige Kreuzfahrt, die am 1. November in Istanbul starten sollte, wurde jäh zerstört. Die Absage erfolgte weniger als zwei Wochen vor dem geplanten Start, und viele Passagiere, die bereits ihre Häuser verkauft oder vermietet hatten, stehen jetzt vor dem Nichts.

Schiffbruch schon vor dem Start

Ursprünglich war geplant, dass die "MV Gemini" die Reise antreten sollte. Nachdem dieses Schiff jedoch als nicht seetauglich eingestuft wurde, versuchte das Unternehmen, die "MV Lara", die ehemalige "AIDAaura", zu übernehmen. Auch dieser Deal scheiterte, und die Absage folgte.

Finanzielle Not und Enttäuschung

Mit Preisen von umgerechnet ca. 28.000 Euro pro Jahr für die günstigste der bereits vermieteten 111 Kabinen, ist die finanzielle Belastung für die Passagiere enorm. Ein Passagier äußerte gegenüber "CNN": "Es gibt eine ganze Menge Leute, die nirgendwo hingehen können, und einige brauchen ihre Rückerstattung, um überhaupt irgendwo hingehen zu können." Die Unsicherheit, ob und wann das Geld zurückerstattet wird, belastet die Betroffenen zusätzlich.

Verlorene Hoffnungen: "Ich hatte mich darauf gefreut"

Die enttäuschten Passagiere trauern nicht nur um die verlorenen finanziellen Mittel, sondern auch um die entgangene Chance, Teil einer besonderen Gemeinschaft zu werden. Einer der Passagiere betonte den Unterschied zu einer normalen Kreuzfahrt: "Ich hatte mich darauf gefreut, Freundschaften zu schließen – das war der Unterschied zu einer normalen Kreuzfahrt. Wir waren alle gleich gesinnt und hatten alle dasselbe Ziel vor Augen."

Unsichere Zukunft

Das Unternehmen "Life at Sea Cruises" hat zugesagt, monatliche Rückerstattungen auszulösen und die Unterkunftskosten bis zum 1. Dezember zu übernehmen. Doch die Ungewissheit, ob sie das Geld wirklich zurückerhalten würden, und die Wut auf das Unternehmen prägen die Stimmung der Passagiere. Ein Passagier drückte es so aus: "Ich bin traurig, wütend und fühle mich verloren. Ich hatte die nächsten drei Jahre meines Lebens geplant, um ein außergewöhnliches Leben zu führen, und jetzt habe ich nichts."

(VOL.AT)

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