Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Gastro-Vertreter nach Gesprächen mit Land: "Bitte nicht zu Hause feiern"

©VOL.AT/Mayer
Am Donnerstag fanden Gespräche zwischen Vertretern des Landes und der Gastronomie statt. So sehen Vorarlberger Gastronomen die Situation.
Köb zur Sperrstunde um 22 Uhr
Gastronom zur Sperrstunde
Eventbranche geht Licht aus

Die vorgezogene Sperrstunde um 22 Uhr macht den Gastronomen zu schaffen. Am Donnerstag trafen Vertreter der Vorarlberger Gastro-Szene Vertreter des Landes, darunter etwa Landesrat Christian Gantner und Landesrat Marco Tittler. Bei einem mehrstündigen Gespräch wurde der weitere Umgang mit der Sperrstunde, sowie der Ablauf für die nächsten drei Wochen besprochen.

Die Einstufung Vorarlbergs als Risikogebiet durch Deutschland und Belgien treffen die Destination Vorarlberg hart, denn derzeit sind rund 12.000 deutsche Gäste im Land.

Die Sperrstunde um 22.00 Uhr erschwert die Situation von Gastronomie und Beherbergungsbetrieben mit gastronomischen Einrichtungen zusätzlich, auch bei der Bewirtung von heimischen Besuchern, lautete der Tenor der Vertreter aus Wirtschaft und Gastronomie.

Gantner: Unterstützung geplant

"Es war ein sehr konstruktives Gespräch", meint Tourismuslandesrat Gantner. Es sei wichtig, zu versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden. Es würden Möglichkeiten geprüft, wie und ob man stark betroffene Gastronomen unterstützen könne. Auch vom Bund sei ein zusätzlicher Rettungsschirm geplant. "Das werden wir weiterverfolgen und prüfen", so Gantner gegenüber VOL.AT. Die Sperrstunde werde in den nächsten drei Wochen auf 22 Uhr liegen. Die Sperrstunde wird auch für Vereins- und Klubräumlichkeiten mit Bewirtung gelten.

"Wir werden uns nach zwei Wochen zusammensetzen und gemeinsam darüber beraten, wie die Sperrstunde nach diesen drei Wochen gestaltet wird", erklärt er. Man sei durchaus bereit, die Sperrstunde wieder zu bewegen.

"Stimmung ist sehr aufbrodelnd"

"Wir hatten natürlich bestimmte Erwartungen, als wir in die Gespräche gegangen sind. Aber natürlich nicht ganz blauäugig - mit der Reisewarnung gibt es wirklich Feuer am Dach", erklärt Stefan Köb, Obmann-Stellvertreter der Fachgruppe Gastronomie. Köb setzt große Hoffnung in die Absichtserklärung der Landesregierung, die Sperrstunde nach den drei Wochen wieder nach hinten zu verschieben. Er hat aber auch einen Appell an die Bevölkerung: "Bitte nicht zu Hause in großen Gruppen privat feiern, nur weil die Gastronomie das jetzt nicht anbietet." Dies könnte langfristige Folgen für die Gastronomie haben. Die Unterstützung von Land und Bund sei wichtig, um denjenigen ohne Geschäftsgrundlage durch die schwere Zeit zu helfen. "Die aktuelle Stimmung ist natürlich sehr aufbrodelnd", so Köb gegenüber VOL.AT. Das sei auch verständlich. "Ich glaube jetzt müssen wir alle nochmal zusammenhalten und diese drei Wochen gemeinsam durchstehen", meint er.

Venturiello: "Nicht zufriedenstellend"

"Lösungen sind schwierig in Sicht momentan", meint Gabriel Venturiello von Gabriels Cucina in Dornbirn. Es sei wichtig, dass die Bevölkerung die Bestrebungen mittrage und nicht nur im privaten Rahmen feiere. Venturiello hat sich bereits ausführlich auf Facebook zur Sperrstunde geäußert - dies habe er auch für seine Branchenkollegen gemacht: "In der Kommunikation war gar nichts da", erklärt er.

"Es ist Gott sei Dank jetzt was passiert, allerdings nicht zufriedenstellend." Er sieht die Stimmung in der Gastro-Szene als kritisch: "Es brodelt sehr leider Gottes." Er hofft, dass die Regelung nach den drei Wochen fällt. Ansonsten sei nicht sicher, ob nicht weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Gastronomie am Leben zu erhalten.

Otti: Hoffen auf Förderung

"Wir haben uns natürlich mehr ausgerechnet - dass wir die Sperrstunde eventuell wieder nach hinten verschieben können - sehen aber ganz klar die Maßnahmen, die in den letzten Tagen getroffen wurden, als sinnvoll", gibt Harald Otti von MO Catering zu verstehen. Wenn in den nächsten drei Wochen die Zahlen wieder nach unten gehen würden, gebe es wieder eine Chance eine normale Art der Gastronomie auszuführen, so der Eventgastronom. "Fast alles wurde abgesagt", meint Otti zu den vergangenen Monaten. Man könne nicht vorausplanen. Er rechnet daher auch nicht damit, dass sich die Situation der Eventgastronomie verändert. Der Gastronom hofft auf die Förderung des Landes, um diese, für ihn schwierige, Zeit überdauern zu können.

Unterstützung für Event und Gastro

Die Nachtgastronomie, Event- und Veranstaltungsbranche und das damit zusammenhängende Gewerbe wie Veranstaltungstechniker, Dekorateure u.v.m. sind besonders hart von der COVID-19-Pandemie betroffen. Daher wurde vereinbart, dass die Landesregierung und die Branche der Wirtschaftskammer gemeinsam eine zusätzliche Unterstützung ausarbeiten. „Die Gespräche dazu sollen nächste Woche beginnen“, kündigte Landesrat Gantner an. Die Förderung des Landes soll aufbauend und in Ergänzung zum noch ausstehenden, aber angekündigten Rettungsschirm des Bundes für die Veranstaltungsbranche konzipiert werden, d.h. es soll berücksichtigt werden, wo die Bundesförderung nicht greift und weiterer Unterstützungsbedarf besteht.

(Red.)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Gastro-Vertreter nach Gesprächen mit Land: "Bitte nicht zu Hause feiern"
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen