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Tag 2 im Häusle-Prozess: Ex-Geschäftsführer teilt aus

Ex-Geschäftsführer Martin Bösch
Ex-Geschäftsführer Martin Bösch ©Christiane Eckert - VOL.AT
Martin Bösch spricht von Vorverurteilung und die Hintergründe, wie sie sich aus seiner Sicht darstellen.
Mittwoch: Runde zwei in der Häusle-Causa
Causa Häusle: Startschuss am Dienstag

Von VOL.AT-Gerichtsreporterin Christiane Eckert

Eloquent und gut vorbereitet, rhetorisch beeindruckend und rechnerisch fit – so präsentiert sich der Erstangeklagte, der heute an der Reihe war, vor Gericht. Martin Bösch, 54 Jahre, Betriebswirt von Beruf und ehemals Geschäftsführer und  Gesellschafter der Firma Häusle. Seine „Zusammenfassende Erklärung“ dauert zwei Stunden und vierzig Minuten und sie gibt Einblick in die Hintergründe des Müllskandals. Natürlich aus der Sicht des Martin Bösch. Der Lustenauer erzählt, wie damals nach der anonymen Anzeige vorgegangen wurde. Dass er sich am „Krisenmanagement“ nicht beteiligen durfte, wie ihm die Hände gebunden waren, wie Unterlagen, die er zu seiner Verteidigung benötigt hätte, für ihn unzugänglich waren und wie er von allen vorverurteilt worden sei, lange bevor Zeugen einvernommen und Ermittlungen begonnen wurden.

Feuer ins Öl

Bösch kritisiert auch das Verhalten von Thomas Habermann. Als Presseberichte immer wieder ihn, Martin Bösch, als Schuldigen abstempelten habe Habermann die Sensationslust der Vorarlberger Medien noch geschürt, anstatt beruhigend vor die Presse zu treten. Habermann habe von Sauerei und Profitgier gesprochen und er, Bösch, sei enttäuscht gewesen, dass sich Politiker von dieser aufgeheizten Stimmung ebenfalls anstecken ließen. Für Loacker sei das die große Chance gewesen, Häusle billig zu kaufen. Dass er teilweise von Kollegen belastet wird, sieht Bösch darin begründet, dass der Hauptbelastungszeuge die illegale Verbringung von Müll selbst angeordnet habe und nun mit der Schutzbehauptung, er sei beauftragt worden, kommt.

Nicht offensichtlich Es sei auf einem Gelände, das so groß ist wie 50 Fußballfelder auch nicht so, dass man inmitten von Radladern und Schwerfahrzeugen sofort bemerke, wenn irgendwo illegaler Müll vergraben wird. Außerdem gebe es in einem Betrieb mit 310 Mitarbeitern logischerweise eine Arbeitsteilung und er habe sich auf die Fachkräfte, die ihren Job beherrschen, verlassen. Der Sachverständige des Landes habe pro Jahr rund 30 Begehungen und Kontrollen durchgeführt und auch ihm sei nichts aufgefallen. Inzwischen, so Bösch abschließend, sei das gesamte Gelände saniert, alle Beiträge nachbezahlt worden. Ihm habe die Sache beruflich enorm geschadet, einen Geschäftsführer, der ein anhängiges Strafverfahren habe, wolle niemand einstellen, beendet der Betriebswirt seine Ausführungen.

Morgen geht es in aller Früh weiter.

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