Diese Nachrichten bekam Bernhard nach dem Coming Out-Bericht

©Bernhard Dünser
Sebastian Vetter (VOL.AT) sebastian.vetter@russmedia.com
Letzte Woche berichtete VOL.AT über das Coming-Out von Bernhard Dünser und wie ihm seine damalige Frau half, seinen Weg als homosexueller Mann zu gehen. Seitdem erreichten ihn zahlreiche Nachrichten.
Coming Out nach 15 Jahren Ehe

"Ich war total nervös, das gebe ich zu. Ist das gut gewesen, was wir hier taten?", fragte sich Bernhard Dünser, nachdem letzten Sonntag die Geschichte über sein Coming-Out auf VOL.AT erschienen war.

Der Beitrag schlug hohe Wellen, weshalb sich der Mann aus Hittisau auch Sorgen um seine Kinder gemacht hat. "Ich habe bis jetzt aber nichts gehört", sagt der Familienvater erleichtert.

Die positiven Rückmeldungen

Anstelle negativer Nachrichten bekam der Hittisauer zahlreiche Glückwünsche zugesendet. Dünser spürt, dass seine Lebensgeschichte einen Nerv getroffen hat. Seit Sonntag melden sich immer mehr Menschen, um mit ihm das Gespräch zu suchen.

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Lange Zeit war Dünser
ratlos. Mittlerweile wurde er zur Ansprechperson, die ihm selbst gefehlt hat.
©Bernhard Dünser

Eine besondere Nachricht erhielt er von einem Priester und Moral-Theologen. Dieser kannte Dünser noch aus den 90er-Jahren. Damals spielte der katholische Glaube eine große Rolle in seinem Leben.

©Bernhard Dünser

Weitere Danksagungen hat Dünser auf seinem Blog veröffentlicht:

Bernhard und sein Partner Klaus führen ein Leben, von dem viele nur träumen. Jetzt versucht er, anderen die Kraft zu geben, ihren Weg ohne Angst zu gehen.

Trotz dem Hass auf die Liebe das Positive sehen

Die eifrigen Glückwünsche sind Ausdruck dafür, dass immer mehr Vorarlberger die sexuelle Selbstbestimmung ihrer Mitmenschen respektieren. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass manche Menschen ihren Hass auf Homosexuelle ausleben. Öffentlich sichtbar wird dieser an den Regenbogen-Fahnen und Bänke, die regelmäßig zerstört werden. So auch am Dienstagmorgen beim Mädchenzentrum Amazone in Bregenz. "Ich habe die Flagge am Morgenfrüh um neun schön aufgehängt. Danach wurde sie abgerissen und vor die Tür geworfen", schildert Brigitte Stadelmann. "Es tut sich aber auch viel Positives", hält die Sozialarbeiterin fest. Auch Dünser ist von der Kraft es Positiven überzeugt. Der Rückhalt, den er von Bauern, Arbeitern, Büroangestellten und sogar einem Pfarrer erhalten hat, spricht für sich.

(VOL.AT)

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