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Chromhaltiges Spülabwasser in den Bodensee gelangt

Die zuständige Firma verständigte unmittelbar nach dem Bemerken des Umweltereignisses die ARA sowie den Umweltschadendienst des Kantons St.Gallen.
Die zuständige Firma verständigte unmittelbar nach dem Bemerken des Umweltereignisses die ARA sowie den Umweltschadendienst des Kantons St.Gallen. ©Symbolfoto: Kapo SG; VOL.AT/Steurer
Am Freitag (01.04.2022), kurz nach 14 Uhr, sind bei einem Industriebetrieb in der benachbarten Schweiz etwa 100 Liter chromhaltiges Spülabwasser ohne Vorreinigung in die Kanalisation eingeleitet worden.
"Lächerliche Strafe" für Bodensee-Verschmutzer

Der Umweltschadendienst des Kantons St.Gallen hat in Zusammenarbeit mit der Kläranlage Steinach-Morgental und dem Fachspezialisten des Amtes für Umwelt die nötigen Massnahmen eingeleitet. Am Montagvormittag wurde die Kantonspolizei St.Gallen verständigt. Sie prüft in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen, ob strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt.

Technischer Defekt vermutet

Aufgrund eines mutmasslich technischen Defekts an der Überlaufsicherung eines Auffangbeckens der Firma mussten rund 1'100 Liter Spülwasser in einen Zwischenbehälter umgepumpt werden. Der Schieber des Zwischenbehälters war offen. Dadurch gelangten schätzungsweise 100 Liter chromhaltiges Wasser in die Kanalisation und in die örtliche Abwasserreinigungsanlage (ARA). Dort konnte das chromhaltige Abwasser aufgrund des Regenwetters nicht zurückgehalten werden und wurde via Seeleitung der ARA Steinach-Morgental in den Bodensee geleitet. Aufgrund der starken Verdünnung im Kanalnetz, im Regenbecken der ARA sowie in der Seeleitung kann nach den heutigen Erkenntnissen davon ausgegangen werden, dass die Einleitungsbedingungen eingehalten werden konnten, sprich die Industrie-Grenzwerte für Chrom im Abwasser eingehalten wurden.

Die zuständige Firma verständigte unmittelbar nach dem Bemerken des Umweltereignisses die ARA sowie den Umweltschadendienst des Kantons St.Gallen. Dieser wiederum verständigte am Montagvormittag die Kantonspolizei St.Gallen, welche eine Tatbestandsaufnahme durchführte und in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen das Vorliegen von strafrechtlich relevantem Verhalten prüft.

(VOL.AT)

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