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4,4 Mio. Euro für Neubau der Rappenlochbrücke

Bürgermeisterin Andrea Kaufmann zum Neubau der Rappenlochbrücke.
Bürgermeisterin Andrea Kaufmann zum Neubau der Rappenlochbrücke. ©VOL.AT/Steurer, Mayr
Mit dem Baubeschluss für die neue Rappenlochbrücke durch die Dornbirner Stadtvertretung kann die Umsetzung dieser wichtigen Straßenverbindung in das Dornbirner Walserdorf Ebnit begonnen werden.

Gleichzeitig wurde auch die Vergabe der Baumeisterarbeiten beschlossen. "Noch im Sommer werden die Vorbereitungen für die Brückenlager begonnen. Im Herbst des kommenden Jahres soll die Brücke zur Verfügung stehen und der Wanderweg rund um den Staufensee wird wieder verkehrsfrei", berichtet Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann. "Auf Hochtouren laufen die Arbeiten in der Rappenlochschlucht selbst. Hier wird derzeit nach dem Felssturz im vergangenen Jahr und der Sprengung überhängender Felsen ein Durchfluss für die Ebniter Ache frei gelegt. Für die Sanierung im Rappenloch wurde ein Gesamtkonzept ausgearbeitet, das im kommenden Jahr abgeschlossen werden soll", ergänzt Vizebürgermeister Markus Fäßler.

65 Meter lang und 4,5 Meter breit

Die Planung für die Brücke über die Rappenlochschlucht mussten nach einem erneuten Felssturz im vergangenen Jahr neu erstellt werden. Dabei ging es unter anderem auch um den genauen Standort, da die Brückenlager auf geologisch sicherem Untergrund platziert werden müssen. Oberhalb der Schlucht wurde das Lager deshalb auch um mehrere Meter zurückversetzt. "Das Tragwerk wird wie bei den anderen neuen Brücken entlang der Ebniterstraße als Stahlbetonbau ausgeführt. Genaue Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Variante sowohl bei der Errichtung als auch im weiteren Betrieb die nachhaltigste und kostengünstigste Lösung ist", ergänzt Vizebürgermeister und Tiefbaureferent Markus Fäßler. Die neue Rappenlochbrücke wird 65 Meter lang und 4,5 Meter breit sein. Die Gesamtkosten werden sich auf rund 4,4 Millionen Euro belaufen.

Zur jüngsten Geschichte im Rappenloch

Vor rund zehn Jahren riss ein Felssturz die Rappenlochbrücke in die Schlucht und verlegte das Flussbett der Ebniter Ache. Mit einer vom Bundesheer zur Verfügung gestellten Ersatzbrücke und einer neuen Steganlage durch das Rappenloch wurden erste, wichtige Maßnahmen gesetzt. Für eine nachhaltige Sanierung dieses bedeutenden Naherholungsgebiets zwischen dem Kraftwerk Ebensand, dem Staufensee und der Rappenlochbrücke wurde ein Gesamtkonzept erarbeitet und in Angriff genommen: Sprengen eines überhängenden Felskopfs oberhalb der Behelfsbrücke, Räumung des Bachbetts, Spülung des Staufensees und Neubau der Rappenlockbrücke.

Im März des vergangenen Jahres erfolgte ein weiterer Felssturz unterhalb der Behelfsbrücke, die aus Sicherheitsgründen rasch abgebaut werden musste. Wenige Monate später lösten sich nach heftigen Regenfällen und dem Aufstau der Ache aus dieser neuen "Schutthalde" einige Felsbrocken, was zu einer glücklicherweise kleinen, aber nachweisbaren Flutwelle im Unterlauf führte. Das Sanierungskonzept wurde rasch überarbeitet und die weiteren notwendigen Schritte in Angriff genommen: Zusätzliche Sprengung eines Felspfeilers, der nach dem zweiten Felssturz die Schlucht destabilisiert; Räumung des Bachbetts zur Herstellung der Hochwassersicherheit; Neubau der Rappenlochbrücke. Diese Schritte werden derzeit umgesetzt.

(VOL.AT)

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