Apple präsentiert das iPad Mini

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Apple iPad Mini: Die Spannung steigt - alles wartet auf das neue "Mini-Tablet". Apple iPad Mini: Die Spannung steigt - alles wartet auf das neue "Mini-Tablet". - © EPA
San Jose. Die Produktoffensive von Apple geht weiter. Nach der Präsentation des iPhone 5 im September holt Apple heute zu einem neuen Schlag aus. Die "Appleianer" spekulieren mit der Vorstellung des iPad Mini.

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Apple wird am Dienstag höchstwahrscheinlich sein mit Spannung erwartetes kleineres iPad-Modell vorstellen. Neben einem iPad mini könnten bei dem Termin im kalifornischen San Jose ab 19 Uhr MESZ laut US-Medien auch andere Neuheiten präsentiert werden. Spekuliert wird unter anderem über einen Laptop der Reihe Macbook Pro mit 13-Zoll-Bildschirm und eine Erneuerung der iMac-Desktops.

iPad Mini: Verkaufsstart am 2. November?

Im Gegensatz zu jüngsten iPhone-Vorstellungen sickerten diesmal nur wenige Informationen über das iPad Mini durch. Es gab auch kaum glaubwürdige Bilder im Internet. Immerhin war zu lesen, dass ein iPad Mini einen Bildschirm mit 7,85 Zoll (19,94 cm) Diagonale bekommen werde - etwas mehr als beim Kleinformat der Konkurrenz. Zudem soll es sehr dünn werden, mit schmalen Rändern um den Bildschirm. Als möglicher Termin für den Verkaufsstart wurde der 2. November genannt.

Apple-Konkurrenz wird stärker

Apple überließ das Marktsegment kleinerer Tablet-Computer bisher komplett der Konkurrenz - alle drei iPad-Generationen haben einen 9,7 Zoll großen Bildschirm (24,6 cm). Damit fuhr Apple auch ganz gut: Der Marktanteil wird auf 60 bis 70 Prozent geschätzt, die iPads trugen erheblich zum Geldberg von zuletzt mehr als 117 Milliarden Dollar bei. Allerdings sorgten der Online-Händler Amazon mit seinem Kindle Fire und Google mit einem Nexus-Tablet für Aufsehen in der 7-Zoll-Klasse.

Bewegung im Tablet-Markt

In den Tablet-Markt kommt aber in allen Größen Bewegung: Unter anderem kommen demnächst zum Start des Betriebssystems Windows 8 die Surface-Tablets von Microsoft auf den Markt. Von Google wird ein großes Nexus-Tablet erwartet, auch andere Tablets mit Android-Software stehen in den Startlöchern.

Windows großer Gewinner?

Die Marktforschungsfirma Gartner rechnet damit, dass der iPad-Marktanteil im kommenden Jahr auf 44 Prozent sinken könnte. Als Gewinner sehen die Experten dabei vor allem Windows, das in ihrer Rechnung von 3 auf 13 Prozent vorrücken kann. Android inklusive des Kindle Fire, das mit einer abgezweigten Version des Google-Systems läuft, bleibt demnach bei rund 40 Prozent.

Was wird das iPad Mini kosten?

Eine zentrale Frage für den Erfolg des iPad Mini könnte der Preis werden. Die günstigsten Tablets mit 7-Zoll-Bildschirm (17,8 cm) sind derzeit für weniger als 200 Euro bzw. Dollar zu bekommen. So kostet die erste Generation des Kindle Fire nur noch 159 Euro, Vodafone bringt für 189 Euro ein neues Android-Tablet auf den Markt, das sogar UMTS-Funk hat - eine Seltenheit in dieser Preisklasse. Der Preis für das iPad Mini könnte also über Sieg oder Niederlage bei der Kaufentscheidung eines Konsumenten entscheiden.

Balanceakt für Apple-Boss Tim Cook

Zugleich steht Apple-Chef Tim Cook vor einem Balanceakt: Ein iPad Mini muss so günstig sein, dass es den Rivalen Käufer abjagen kann - aber zugleich nicht so billig, dass die Apple-Fans dafür massenweise auf den Kauf eines größeren iPad-Modells verzichten. Apple-Kunden sind zwar gewohnt, mehr für Geräte mit dem angebissenen Apfel im Logo zu bezahlen. Allerdings würde ein Preis von 329 Dollar für das günstigste Modell, über den zuletzt in Online-Foren diskutiert wurde, der Konkurrenz noch viel Platz lassen.

iPad Mini war ein Phantom

Über ein kleineres iPad wurde in den vergangenen Jahren zwar immer wieder spekuliert, aber es blieb bisher ein Phantom. Außerdem hatte Apple-Gründer Steve Jobs im Oktober 2010 gleich die ganze Geräteklasse der Tablets mit 7-Zoll-Bildschirm als "Totgeburten" bezeichnet. Sie seien zu groß, um sie wie ein Smartphone immer dabeizuhaben - aber zu klein, um dem Nutzer ein ordentliches Tablet-Erlebnis zu bieten. Die Hersteller müssten den Nutzern am besten gleich Schleifpapier mitliefern, damit diese ihre Finger anpassen könnten, spottete Jobs unter anderem. Zugleich gab es aber schon damals auch in der Apple-Chefetage Befürworter des Formats wie den einflussreichen Chef de iTunes-Plattform, Eddy Cue. Laut einer internen E-Mail, die im Patentprozess gegen Samsung auftauchte, soll Cue Ende 2010 auch bei Jobs für die Entwicklung eines kleineren Tablets geworben haben - und der visionäre Firmengründer habe sich für die Idee empfänglich gezeigt. (APA)

Live ab 19 Uhr: iPad Mini-Präsentation von Apple

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