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Zweite Pfändertunnel-Röhre durchgeschlagen

Bregenz – Die Asfinag und die bauausführende ARGE feierten am Freitag nach vierzehnmonatiger Bohrzeit den Durchschlag der zweiten Pfändertunnel-Röhre auf der Rheintalautobahn (A14) bei Bregenz.
Video: Große Begeisterung bei Arbeitern und Gästen
Historischer Moment: Pfändertunnel ist durch
Zweite Pfändertunnelröhre durchgeschlagen
Bilder von der Durchschlagsfeier
Grüne: "Entlastung kommt nicht von selbst"
Bures: "Entlastung für Anrainer"
Der Pfänder und der Tunnel
Angelika läuft ins Ziel
Der Tunnel Gestern und Heute
Besichtigung der 2. Röhre
Bohrer ist fast am Ziel

Den Vortrieb übernahm erstmals in der Geschichte des österreichischen Autobahntunnelbaus eine 2.000 Tonnen schwere und 200 Meter lange Vortriebsmaschine. Bis 2013 werden rund 218 Mio. Euro in den Vollausbau des Pfändertunnels investiert.

Nach zwei Monaten Aufbauzeit fräste die Bohrmaschine ab September 2008 einen Durchmesser von gut zwölf Metern in das Gestein, rund zwanzig Meter täglich. Sie kämpfte sich 6,6 Kilometer weit von Nord nach Süd durch das Pfändermassiv. Ursprünglich war der Durchschlag für Spätsommer 2009 geplant. Mit zwei Monaten Verspätung sind die maschinellen Vortriebsarbeiten nun abgeschlossen, der Bohrer kann demontiert werden. Im Anschluss werden die Querverbindungen zwischen den Tunnelröhren gesprengt, dann folgt der Innenausbau. Die Verkehrsfreigabe ist für Juni 2012 vorgesehen.

Verkehrsministerin Doris Bures (S) betonte bei der Durchschlagsfeier die Bedeutung der zweiten Röhre zur Verkehrsentlastung von Bregenz und der umliegenden Gemeinden. “Der Vollausbau wird eine deutliche Entlastung für die gesamte Bevölkerung in der Region bringen”, versprach Bures. Auch wirtschaftlich sei das Projekt von Bedeutung. “Infrastrukturinvestitionen wie diese sichern unmittelbar Arbeitsplätze und bringen eine Aufwertung für den Wirtschaftsstandort”, erklärte die Ministerin.

“Höchst an der Zeit” ist die Errichtung des zweiten Tunnels für Vorarlbergs Verkehrs-Landesrat Karlheinz Rüdisser (V). Die täglichen Staumeldungen belegten seine Notwendigkeit. Der Tunnel habe als wichtigste Nord-Süd-Verbindung im Vorarlberger Rheintal überregionale Bedeutung und sei die einzige hochrangige Umfahrung von Bregenz, betonte Rüdisser. Er sei daher zur Entlastung der Landeshauptstadt sowie in Hinblick auf die überregionale Vernetzung wichtig.

Asfinag-Vorstand Alois Schedl widmete seine Ansprache der Tunnelsicherheit. “Einröhrige Tunnel stellen eine Gefahrenquelle dar”, so Schedl. Man investiere viel Geld, um dies zu ändern. Der vollausgebaute Tunnel sei daher ein “wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit”. Von den netto 218 Mio. Euro Projektkosten entfallen 195 Mio. Euro auf die neue Weströhre und 23 Mio. Euro auf die Generalsanierung der bestehenden Oströhre.

Die Pfändertunnel-Oströhre wurde vor gut 30 Jahren in Betrieb genommen, sie ist dem stark zunehmenden Verkehrsaufkommen um Bregenz nicht mehr gewachsen. Nach der Eröffnung der zweiten Röhre im Juni 2012 wird die Oströhre gesperrt und ein Jahr lang generalsaniert. Der Vollbetrieb beider Tunnel ist damit für Juni 2013 vorgesehen.

Video: Große Begeisterung bei Arbeitern und Festgästen

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Historischer Moment: Zweite Pfändertunnel-Röhre durchgeschlagen

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