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Zeichen für ökologische Vielfalt

Imker aus dem Leiblachtal ließen sich bei der Pflanzaktion vom trüben Wetter nicht beirren. Bürgermeister Andreas Kresser zeigte sich von der Initiative sehr angetan.
Imker aus dem Leiblachtal ließen sich bei der Pflanzaktion vom trüben Wetter nicht beirren. Bürgermeister Andreas Kresser zeigte sich von der Initiative sehr angetan. ©Michel Stocklasa
Hörbranz. Bienenzuchtverein setzt mit Lindenpflanzaktion auf eine bewährte Baumart.
Lindenpflanzaktion Leiblachtal (Spätherbst 2022)

Der Vorarlberger Imkerverband hatte es sich für das Jahr 2022 zur Aufgabe gemacht, eine Lindenpflanzaktion zu initiieren. So wurden 200 Stück Linden mit einem entsprechenden Kontingent für die Imker- und Bienenzuchtvereine im Land zur Verfügung gestellt. Mit der Aktion setzen die Verantwortlichen einerseits ein wichtiges Zeichen für die ökologische Vielfalt und andererseits geht es um die Bewusstseinsbildung. Die Initiative, zählen doch die Linden zu den Lieblingsbäumen der Bienen, hatte auch den Hörbranzer Umweltausschuss auf den Plan gerufen. Obmann Thomas Filler, selbst passionierter Imker, sicherte sich für die Leiblachtaler Gemeinden Hörbranz und Lochau 20 Stück der begehrten Baumart. „Die Linde ist ein wertvoller Baum für Insekten und Menschen, weil aus der Pflanze Blüten- und Blatthonig gewonnen werden kann“, so Filler, der sich auch im Bienenzuchtverein Hörbranz-Leiblachtal engagiert.

Heimische Baumart

Aber auch auf dem medizinischen Bereich ist die Relevanz der Linde als heimische Baumart, die über 1000 Jahre alt werden kann, mit dem Lindenblütentee weit verbreitet. Nachdem zuvor die Standorte, überwiegend auf gemeindeeigenen Grund definiert wurden, folgte kürzlich die Überstellung der Bäume aus dem Landesforstgarten Rankweil. Das Ganze mit Unterstützung des Hörbranzer Bauhofs, galt es doch, die wertvolle Fracht fachgerecht ins Leiblachtal zu transportieren. Auf Hörbranzer Gemeindegebiet fanden 15 Sommer- sowie Winterlinden eine neue Heimat.

Nahrungszyklus

„Die Sommerlinde blüht früher als die Winterlinde, somit ergibt sich ein langer Nahrungszyklus“, so Bernhard Jochum, der als Obmann des gemeindeübergreifenden Bienenzuchtvereins mit Kollegen aus der Talschaft die Pflanzaktion tatkräftig unterstützte. Nachfolgend werden die gesetzten Bäume, die in jungen Jahren auch einen halbschattigen Standort vertragen, routiniert betreut. Ergänzend folgt eine Dokumentation über die landesweite Aktion. Konkret werden alle Pflanzstandorte im Ländle mit den genauen Koordinaten samt Bildmaterial erhoben und in den Vorarlberg Atlas eingepflegt. (MST)

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