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"Zahlen werden steigen" - Rüscher trotzdem optimistisch

LR Martina Rüscher blickt bei "Vorarlberg Live" auf ein Jahr Coronakrise zurück.
LR Martina Rüscher blickt bei "Vorarlberg Live" auf ein Jahr Coronakrise zurück. ©Screenshot VOL.AT
Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher hat am Freitag bei "Vorarlberg Live" einen Rückblick auf ein Jahr Coronakrise gewagt, und auch Bilanz über Fehler und Erfolge in dieser Zeit gezogen.
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Rüscher: "Geimpfte werden Vorteile haben"

Im ausführlichen Gespräch mit VOL.AT-Chefredakteur Marc Springer stellte sich die Gesundheitslandesrätin einer breiten Auswahl an Fragen, beginnend beim aktuellen Stand der Impfungen, über den "Green Pass", Selbsttests und Schul-Inzidenzen bis in zu Prognosen für die nächsten Monate und Fehlern die man im letzten Jahr gemacht hat.

Nachdem Rüscher Ende Februar in einem Interview bei VOL.AT mit der Aussage "Geimpfte werden Vorteile haben" für Aufregung gesorgt hatte, präzisierte die Landesrätin bei "Vorarlberg Live" ihre Aussage mit Bezug auf den angedachten und sogenannten "Green Pass".

Aus ihrer Sicht sei es wichtig das alle drei Gruppen, nämlich Genesene, Geimpfte oder Getestete daraus einen Vorteil ziehen können sollen. Was auf die einzelne Person zutrifft, können man, nach aktuellen Konzepten des "Green Pass", nicht nachvollziehen. Damit bestehe auch keine verdeckte Impfpflicht, weil man sich alternativ auch negativ testen lassen könne.

Werden Zahlen nicht halten können

Auf die Frage nach den anstehenden Öffnungsschritten in Vorarlberg am 15. März und ob man die damit in Zusammenhanf stehenden Inzidenz-Zahlen wird halten können, hat Rüscher eine klare Antwort: "Ich glaube nicht, dass wir sie halten könne." Die Gesundheitslandesrätin bezieht sich dabei auf Virus-Mutationen welche die Zahlen weiter steigen lassen werden. Das sehe man derzeit im Osten Österreichs.

Trotzdem ist das Land derzeit zuversichtlich, dass man diese Öffnungsschritte wagen kann. Inzidenzen seien nicht alles, meint Rüscher. Mit drei wichtigen Bausteinen lasse sich die Öffnung bewerkstelligen: Strenge Präventionskonzepte und Regeln, ein noch umfassenderes Testkonzept und ein gutes Contact Tracing.

Bereits jetzt werde jeder Fall in Vorarlberg behandelt, als ob es sich um eine Mutation handeln würde. Das heißt Kontaktpersonen ausfindig machen, kontaktieren und PCR-testen. So hoffe man möglichst schnell Infektionsketten unterbrechen zu können.

Impfungen und andere Themen

Der Impfplan bleibe unverändert, man freue sich aber, dass der AstraZeneca-Impfstoff nun auch für über 65-Jährige verwendet werden soll. Das beschleunige die Impfkampagne deutlich. Für dieses Wochenende gebe es Impfstoff für 9.000 Personen, für das nächste Wochenende seien 6.000 weitere Impfungen geplant. Deutlich mehr Impfstoff soll es im April bis nach Vorarlberg schaffen.

Eine "echte Gefährdung von Anderen" nannte Rüscher jene Aktion von Gegnern der Corona-Maßnahmen, die dazu aufgerufen hatten, ohne Masken im Lebensmittelhandel einkaufen zu gehen. Ebenso erinnerte sie sich im Interview an jenen Tag, an dem die erste Corona-Infektion im Land bekannt wurde, genauso wie die Lernerfahrungen und Fehler die man in den vergangenen zwölf Monaten gemacht hat.

Außerdem beantwortet Rüscher auch Fragen nach dem Stand in den Intensivstationen des Landes, den Wartezeiten auf Operationstermine, was man gegen die psychischen Auswirkungen der Pandemie vor allem auf Kinder und Jugendliche unternehme und wie sie die Klage gegen das Land in Bezug auf die Vergabe der Testzentren beurteilt.

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(VOL.AT)

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