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LR Rüscher: "Geimpfte werden Vorteile haben"

Landesrätin Martina Rüscher rät zur Impfung, auch mit Verweis auf eine Bevorteilung
Landesrätin Martina Rüscher rät zur Impfung, auch mit Verweis auf eine Bevorteilung
Der elektronische Impfpass ist auch in Vorarlberg bereits Realität. Gesundheitslandesrätin Rüscher: "Man wird sich darauf einstellen müssen, dass Geimpfte künftig gewisse Vorteile gegenüber Nicht-Geimpften haben werden, insbesondere beim Reisen."
Impfpass für Vorarlberg?

Die Einführung des "Green Pass" in Israel sorgt weltweit für Schlagzeilen und entspricht in großen Teilen des vom Vorarlberger Ökonomen Prof. Dr. David Stadelmann geforderten "Immunitätszertifikats", wie er kürzlich gegenüber VOL.AT bestätigte.

Mit einem solchen Ausweis können Menschen, die bereits eine Impfung erhalten oder durch Krankheit natürliche Immunität erlangt haben, wieder am öffentlichen Leben teilnehmen. VOL.AT sprach mit Landesrätin Martina Rüscher, ob ein solches durchaus kritisch zu betrachtendes System für Vorarlberg denkbar wäre.

VOL.AT: In Israel dürfen "Geimpfte" und "Immune, die bereits erkrankt waren" wieder vermehrt am öffentlichen Leben teilnehmen. Wie stehen Sie zu diesem Vorstoß?

Landesrätin Martina Rüscher: Jüngste Untersuchungen deuten darauf hin, dass Personen, die geimpft sind oder die Erkrankung durchgemacht haben, die Erkrankung nicht oder zumindest weniger übertragen können. Erst wenn diese Frage abschließend geklärt ist, ist eine breite Öffnung bzw. Lockerung der Maßnahmen für diese Personen zu befürworten.

VOL.AT: Dort wurde ein sogenannter "Impfpass" als "Immunitätsausweis" eingeführt. Gibt es für Vorarlberg/Österreich ebenfalls Überlegungen für ein derartiges Dokument?

Landesrätin Martina Rüscher: Einen separaten Impfpass oder einen Eintrag im bestehenden Impfpass erhalten auch bei uns alle Geimpften zur persönlichen Dokumentation der Impfung. Zudem wird jede Impfung gegen Covid- 19 in den elektronischen Impfpass (E-Impfpass) eingetragen. In diesen kann jede Person Einsicht nehmen und einen Ausdruck erstellen. Auf Bundesebene wird derzeit an einer digitalen Anwendung gearbeitet, um dies schnell und einfach sichtbar zu machen.

VOL.AT: Welche rechtlichen Erleichterungen in Bezug auf die Covid-Verordnungen dürfen sich Geimpfte bzw. Menschen mit natürlich erlangter Immunität erwarten?

Landesrätin Martina Rüscher: Diese Entscheidung liegt nicht beim Land Vorarlberg. Aber man wird sich darauf einstellen müssen, dass Geimpfte künftig gewisse Vorteile gegenüber Nicht-Geimpften haben werden – zb insbesondere beim Reisen. Deshalb kann man nur raten, sich impfen zu lassen.

VOL.AT: Rund 20.000 Menschen wurden im Land bereits geimpft. Wie steht es um den Vorarlberger Impfplan?

Landesrätin Martina Rüscher: Phase 1 des Vorarlberger Impfplans ist sehr weit fortgeschritten. Über 80-Jährige und HochrisikopatientInnen werden nach wie vor vorrangig geimpft, aber parallel dazu gehen die Impfungen in bestimmten Gruppen mehr und mehr in die Breite. Vom Impfstoff für unter 65-Jährige steht mehr zur Verfügung, als für über 65-jährige und Menschen mit besonders hohem Risiko. Daher werden bereits jetzt weitere Berufsgruppen aus der Phase 2 zur Impfung eingeladen.

(VOL.AT)

Weitere Infos zur Corona-Pandemie im VOL.AT-Special.

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