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XXL-Flughund sorgt im Netz für Furore

©Twitter/Alexjoestar622
Das Foto des riesigen Tieres stammt von den Philippinen, aber ist es wirklich echt oder handelt es sich bloß um einen schlechten Scherz?
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Ein Twitterpost hat die Aufmerksamkeit der Netzgemeinde auf sich gezogen. Zu sehen: Ein riesiger Flughund, der kopfüber von einer Garagendecke hängt.

"Erinnert ihr euch daran, als ich euch allen erzählt habe, dass es auf den Philippinen menschengroße Fledermäuse gibt? Ja, genau das meinte ich", schrieb ein Twitteruser zu einem Foto des schlafenden Tieres. Der Post sorgte für viel Aufsehen und hat mittlerweile über 110 000 Retweets und Kommentare sowie über 270 000 Likes.

Tatsächlich handelt es sich bei den sogenannten Goldkronen-Flughunden um eine real existierende Tierart: Die nachtaktiven Tierchen werden wesentlich größer als ihre kleinen Verwandten, die Fledermäuse, die man auch hierzulande findet. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von gewöhnlich 29 cm, ihre Flügelspannweite beträgt zwischen sage und schreibe 1,50 und 1,70 m und sie bringen bis zu 1,2 Kilogramm auf die Waage. Zum Vergleich: Eine der größten in Österreich lebenden Fledermausarten, der Abendsegler hat nur eine Flügelspannweite von 40 cm.

Die Flughunde sind also nur mit ausgebreiteten Flügeln "menschengroß", das erkannte auch der Twitter-User und entschuldigte sich für eventuelle Missverständnisse durch seine Formulierung.

Angst müssen Menschen vor den in den Philippinen einheimischen Tieren aber ohnehin nicht haben: Sie gehören zu den Pflanzenfressern und ernähren sich hauptsächlich von Früchten. Flughunde sind eine Säugetierfamilie aus der Ordnung der Fledertiere und in tropischen und subtropischen Regionen in Afrika, im indischen Ozean (Malediven), dem südlichen Asien, Australien und dem westlichen Ozeanien verbreitet. In Europa findet sich hingegen nur der auf Zypern der sogenannte Nilflughund. Die Familie der Flughunde weist die größten Fledertierarten auf, allerdings sind die größten Fledermaus-Arten deutlich größer als die kleinsten Flughunde-Arten. Der Golkronen-Flughund zählt dabei mit dem Kalong und dem Indischen Riesenflughund zu den größten lebenden Fledertieren.

Gemischte Reaktionen

Die Reaktionen auf den Riesen-Flughund sind gemischt: "Nun, hoffen wir, dass es auf den Philippinen bleibt, wir haben hier genug Probleme" oder
"es ist ein bisschen furchterregend" ist genauso zu lesen wie "Faszinierend, es sieht recht friedlich aus", "Sie sind so süß!" oder "Ich kann nicht damit umgehen, wie süß Fledermäuse sind".

Flughunde vs. Fledermäuse

Flughunde und Fledermäuse sind artverwandt. Im Gegensatz zu Fledermäusen fressen Flughunde keine Insekten, sondern Früchte, Nektar und Pollen und setzen statt Echoortung ihren sehr guten Sehsinn ein, um sich zu orientieren. Außerdem haben sie größere Augen. Beide Säugetiergruppen sind nachtaktiv und bilden zusammen die Ordnung der Fledertiere, zu der die einzigen Säugetiere zählen, die aktiv fliegen können. In Österreich wurden bisher 28 Fledermausarten nachgewiesen.

Andere außergewöhnliche Tierarten

Unter den Kommentaren zum Riesentier posteten ein paar andere User auch Bilder anderer besonderer Tiere, die die außergewöhnliche Natur der Philippinen ausmachen oder die ähnlich spektakuläre Ausmaße haben: Etwa das Hirschferkel (engl. chevrotain, mouse-deer), das kaum größer als ein Hase ist und in Afrika und Asien, u. a. auch auf den Philippinen, vorkommt.

Der bis zu 40 cm große Palmendieb (engl. coconut crab), der in der Lage ist, eine Kokusnuss zu öffnen, ist hingegen das größte an Land lebende Krebstier der Erde und kommt auf Inseln im Pazifik und dem Indischen Ozean vor.

Und der Harpyie (engl. harpy eagle) ist eine sehr große, kräftig gebaute Greifvogelart und bewohnt die tropischen Wälder Mittel- und Südamerikas.

(VOL.AT)

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