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Wiener Börse stürzt weiter ab

Die Wiener Börse hat zu Wochenbeginn einen erneut turbulenten Handelstag sehr tief in der Verlustzone beendet. Der ATX sackte um 138,37 Punkte oder 6,11 Prozent auf 2.127,98 Einheiten ab und befindet sich somit schon in einer neun Tage andauernden Verlustserie.
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Marktbeherrschendes Thema war die Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P).

Die tatsächliche Entwicklung des heimischen Leitindex lag rund 36 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.164 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -2,47 Prozent, DAX/Frankfurt -5,01 Prozent, FTSE/London -3,39 Prozent und CAC-40/Paris -4,67 Prozent.

Der ATX rutschte schon knapp nach Eröffnung um mehr als drei Prozent ab, kämpfte sich dann aber rasch zurück und tauchte sogar kurz einmal in der Gewinnzone auf. Im Verlauf glitt er aber mit einer sehr schwachen Eröffnung an den US-Börsen wieder deutlicher ab und notierte bei 2.120,17 Einheiten gegen 16.50 Uhr um 6,45 Prozent schwächer auf seinem Tagestief.

Angesichts des Verlusts der höchsten Bonitätsnote der USA konnte auch das Bekenntnis der G-7-Staaten, die Finanzmärkte stabilisieren zu wollen, die Anleger nicht beruhigen. Auch der signalisierte Ankauf spanischer und italienischer Staatspapiere durch die Europäische Zentralbank (EZB) konnte die erneute Ausverkaufswelle nicht stoppen. Neben der US-Abstufung sorgten sich die Anleger auch wieder vermehrt um die Zukunft der Euro-Zone, hieß es aus dem Handel.

Die besonders starken Verluste in Wien erklärte ein Händler mit der hohen Anzahl an kleineren und mittleren Werten. Nichtsdestotrotz sei der Wiener Aktienmarkt aktuell etwas “überverkauft”. Deswegen müsse es in naher Zukunft “eine Gegenreaktion nach oben” geben.

Von der Wirtschaftsentwicklung abhängende Aktien litten unter dem aktuell negativen Marktsentiment überdurchschnittlich. So rutschten voestalpine in einem sehr schwachen europäischen Branchenumfeld um 9,77 Prozent auf 26,01 Euro ab, Zumtobel sackten um 7,72 Prozent auf 13,52 Euro ab und Wienerberger rasselten um 7,33 Prozent auf 8,98 Euro ins Minus.

Angesichts sehr schwacher Ölpreise verbilligten sich OMV um 3,53 Prozent auf 22,94 Euro und Schoeller-Bleckmann um 8,19 Prozent auf 53,16 Euro. Die in jüngster Zeit schwer angeschlagenen Bankaktien notierten in einem innereuropäischen Vergleich zu Wochenbeginn höher als der Gesamtmarkt. In Wien verloren Erste Group jedoch um 6,41 Prozent auf 26,60 Euro und Raiffeisen um 5,41 Prozent auf 28,50 Euro.

Unter den noch nicht erwähnten ATX-Schwergewichten fielen Andritz deutlich um 6,72 Prozent auf 54,82 Euro und Telekom Austria zogen um 3,02 Prozent auf 7,64 Euro nach unten.

Interview mit Johannes Ortner, Raiffeisenlandesbank

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