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Wie die Welt damals das Sars-Virus erfolgreich bekämpfte

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Themenbild ©APA-AFP-Nicolas Asfouri
Die Parallelen zwischen damals und heute sind frappant. Ein Blick zurück: Der letztliche Erfolg im Kampf gegen SARS in mehr als 30 Ländern war vor allem drei Faktoren zu verdanken.
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Fieber, Husten, Atemnot - mehr als 8.000 Infizierte, fast 800 Tote: die Ausbreitung des Schweren Akuten Respiratorischen Syndroms (SARS) war der erste Seuchenalarm des 21. Jahrhunderts. Auf die ersten Fälle stießen die chinesischen Behörden schon im November 2002 in der südchinesischen Provinz Guangdong, doch erst spät gelangten Informationen nach außen.

Der SARS-Erreger zählt wie das derzeit zirkulierende Virus auch zu den Coronaviren und wurde vermutlich von Tieren auf den Menschen übertragen. Im Sommer 2003 ist der SARS-Erreger weitestgehend besiegt. Der zumindest vorläufige Erfolg im Kampf gegen SARS in mehr als 30 Ländern ist vor allem drei Faktoren zu verdanken:

1.) Der erstarkten Weltgesundheitsorganisation WHO, die ohne größere Rücksicht auf politische Eitelkeiten weltweit Alarm schlug und den Kampf gegen SARS antrieb

2.) den betroffenen Ländern, die - zum Teil nach langem Zögern - ihre Bürger informierten und Zwangsisolierungen durchsetzten

3.) und nicht zuletzt den Medizinern, die rasch Forschungsergebnisse austauschten und zu ihren wichtigsten Waffen gegen Viren griffen: Fieberthermometer, Mundschutz und Isolierstation.

Einen Impfstoff gab es nicht.

Menschen trugen das Virus in die Welt

Ein Blick zurück: Im Februar 2003 reiste ein Mediziner von Guangdong nach Hongkong. Er hatte Fieber, hustete - und verbreitete die Seuche vor seinem Tod: Der Mann infizierte Menschen aus den USA, Singapur und Kanada, zudem mehrere Pflegekräfte im Krankenhaus. Etwa ein Dutzend Menschen trugen das Virus in die Welt. Ende März 2003 hat die WHO bereits in mehr als zehn Ländern SARS-Fälle registriert. Zum Glück sei das SARS-Virus nicht so leicht übertragbar gewesen wie etwa Grippe, sagten Experten später.

Quarantäne

In Hongkong traten strikte Quarantänevorschriften in Kraft. Hunderte Menschen, die Kontakt zu Kranken hatten, wurden zwangsweise isoliert, viele durften ihre Wohnungen tagelang nicht verlassen. Sie wurden mit Mahlzeiten versorgt und medizinisch betreut. Die Fluggesellschaften Dragonair und Cathay Pacific erlaubten ihren Flugbegleitern, Mundschutz zu tragen. Die Rolling Stones sagten zwei Konzerte ab.

China verschwieg das wahre Ausmaß

Während die Behörden in China das wahre Ausmaß der Epidemie in dem Land zunächst verschwiegen, ging auch in Peking die Angst vor dem Virus um. Menschen deckten sich mit Lebensmitteln ein. Viele entschieden sich, Peking zu verlassen. Ausflüge ins Umland aber waren schon bald untersagt. Ohnehin stellten mehrere größere Städte Zug- oder Flugreisende aus Peking tagelang unter Zwangsquarantäne. Peking erließ ein Spuckverbot und ahndete Verstöße mit Geldstrafen. Alle Schulen wurden vorläufig geschlossen.

Auch in den USA durften Menschen zwangsweise isoliert werden. Mit dem Erlass von US-Präsident George W. Bush wurde SARS einer Gruppe von ansteckenden Krankheiten wie Gelbfieber, Cholera und Tuberkulose zugeordnet, bei deren Auftreten die Behörden eine Quarantäne notfalls mit Hilfe der Polizei durchsetzen können.

In Österreich gab es keinen dokumentierten SARS-Fall.

Die WHO gab die bis dahin stärkste Reisewarnung heraus und warnte unter anderem vor Reisen nach Hongkong, Peking, Guangdong, Taiwan und in die Innere Mongolei. Im Juli 2003 erklärte die WHO, die Seuche sei unter Kontrolle und strich Taiwan als letzte Region von der Liste der Infektionsgebiete.

Bilanz: 8.096 Infizierte, 774 Tote.

Danach wurden nur noch vereinzelte Fälle bekannt.

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Günther Mayr aus der ORF-Wissenschaftsredaktion spricht über das Coronavirus, die aktuellen Entwicklungen eines Impfstoffes und Verschwörungstheorien.

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