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Wasserknappheit: Vorarlberger Schneekanonen geht das Wasser aus

Immer öfter kommen Schneekanonen zum Einsatz.
Immer öfter kommen Schneekanonen zum Einsatz. ©APA/Themenbild
Bisher lässt der Winter schneetechnisch einiges zu wünschen übrig. Zwar bessert sich die Wetterlage in dieser Woche, fraglich ist jedoch, ob dieser Schnee ausreichen wird, weniger abhängig vom Betrieb der Schneekanonen zu sein. Um den Kunstschnee zu produzieren, brauchen Skiliftbetreiber Unmengen an kaltem Wasser. Wasser, das langsam knapp wird.
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Die Liftbetreiber beziehen das Wasser für den Kunstschnee aus Vorarlbergs Bächen, Seen und Quellen. “Auch überschüssiges Trinkwasser wird verwendet”, weiß Markus Comploj, Fachgruppenobmann der Seilbahnen Vorarlberg. Er spricht von einer brenzligen Situation: “Da manche Depots nicht das ganze Jahr über gespeist werden, kann es in niederschlagsarmen Wintern durchaus zu Wasserknappheit kommen. Der Neuschnee, der diese Woche noch kommen soll, ist für viele – besonders für die kleineren – Skigebiete schlichtweg überlebenswichtig.”

VOL.AT/Hofmeister
VOL.AT/Hofmeister ©Comploj: Situation ist brenzlig. VOL.AT/Hofmeister

Schwierige Wetterlage

Doch nicht nur die Trockenheit der vergangenen Monate macht den Skiliftbetreibern das Leben schwer. Die Beschneiung war aufgrund des fast durchgehend vorherrschenden Hochnebels relativ schwierig, da sich die Temperaturen auf dem Berg am oberen Grenzniveau hielten, während es im Tal unter der Nebelschicht viel kälter war. Auch der sechstägige Föhnsturm im vergangenen November machte den Betreibern der Schneekanonen einen Strich durch die Rechnung. “Der warme Wind brachte den Kunstschnee an vielen Stellen zum Schmelzen, oft musste mehrmals beschneit werden”, erklären die Verantwortlichen der Bergbahnen Gargellen.

Ungewöhnlich viel Kunstschnee nötig

Schon im vergangenen Jahr befürchtete Comploj im Gespräch mit VOL.AT, dass Vorarlberger Skigebiete immer mehr von Kunstschnee abhängig werden würden. Das kommt den Skigebieten nicht gerade günstig. Je nach Qualität rechnet man mit etwa drei bis fünf Euro pro Kubikmeter Kunstschnee. Für große Skigebiete wie Lech bedeutet das Ausgaben von sechs Millionen Euro pro Saison – das sind circa 500.000 Kubikmeter künstliches Weiß. Dass diese Saison den Rahmen sprengen könnte, ahnen die Lecher Seilbahnen: “Diese Saison benötigten wir schon 400.000 Kubikmeter Kunstschnee. Das ist ungewöhnlich viel. Aufgrund des Naturschneemangels werden wir mehr Geld in die Hand nehmen müssen.” Um Wasserknappheit müssen sich die Lecher aber nicht sorgen: Laut den Verantwortlichen würden sie einfach weiter beschneien, wenn der Schnee diese Woche ausbleiben würde.

“Besser Schnee auf der Piste, als Wasser im Teich”

Dass Wasser nicht unbegrenzt verfügbar ist, merken unter anderem die Betreiber der Skilifte in Gargellen. Die Quellen, die den Speichersee auf 2200 Metern speisen sollen, versiegen im Winter fast komplett. “Sobald es kalt genug ist, schneien wir den See leer. Wir sparen kein Wasser auf für schlechte Zeiten. Unsere Devise lautet: Besser Schnee auf der Piste, als Wasser im Teich”, betonen die Betreiber. Im Moment hätten sie aber kein derartiges Problem, durchschnittlich 60 Zentimeter Kunstschnee sollen auf den Pisten liegen.

Besonders kleine Skigebiete sind betroffen

Durch ihre begrenzten Möglichkeiten sind vor allem kleinere und niedrigere Skigebiete von Wasserknappheit betroffen. “Wenn der versprochene Schnee kommt, dann ist die Saison für uns gerettet”, sagt Markus Comploj. Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee soll es in den nächsten Tagen geben. Erst wenn diese auf der Piste liegen, können betroffene Skigebiete aufatmen.

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