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Wallner gegen "Impfpflicht durch die Hintertür"

LH Wallner im VN-Interview
LH Wallner im VN-Interview ©VOL.AT/Paulitsch
Das Land Vorarlberg hat die Corona-Pandemie bisher wenigstens 38 Mio. Euro gekostet, Arbeitsmarkt- und Bildungs-Folgekosten nicht eingerechnet.
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"Das ist schon viel", so Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) zu den "Vorarlberger Nachrichten" (Donnerstag). Er sprach sich gegen eine "Impfpflicht durch die Hintertür" aus, einen Impfausweis wie in Israel konnte er sich auch hierzulande vorstellen. Bei Öffnungen müssten Heranwachsende sofort einbezogen werden.

Allein für 2020 fehlten Vorarlberg 100 Mio. Euro an Einnahmen, für heuer hänge alles davon ab, wie rasch man aus der Krise herausfinde. Die Bevölkerung sei nach einem Jahr pandemiemüde, doch viele strengten sich immer noch an und hielten sich an die Maßnahmen. "Aber es muss ein Ende haben. Das kann kein Dauerzustand sein", betonte Wallner. Auf die Frage nach einem weiteren Lockdown sagte er: "Wenn wir bis ins zweite Quartal niedrige Infektionszahlen haben und mit dem Impfen stark vorankommen, sehe ich gute Chancen, dass wir mit einer neuen Welle wesentlich besser umgehen können." Wenn die vulnerablen Gruppen stärker geimpft seien, werde man höhere Neuinfektionsraten auch bei Mutationen ertragen können.

Regionale Öffnungsschritte

Sollte Vorarlberg deutlich andere Infektionszahlen haben als der Rest Österreichs, "kann ich mir regionale Öffnungsschritte vorstellen". Einen Impfausweis wie in Israel hielt Wallner auch hierzulande für sinnvoll.

Er glaube nicht, dass man in Zukunft ein Flugzeug ohne Impfung betreten dürfe. "Vielleicht werden wir auch in Österreich sagen müssen, dass Ein- und Ausreisen an solche Dinge gebunden sind", sagte der Landeshauptmann. Er wolle aber "keine Impfschikane. Nicht jeder, der in ein Gasthaus will, muss einen Impfpass herlegen. Da kann man mit Testen viel erreichen", meinte er und sprach sich gegen eine Impfpflicht durch die Hintertür aus.

Kurz fordert Grünen Corona-Pass in Europa:

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche müssten bei Öffnungsschritten sofort einbezogen werden. "Sie sind mindestens so wichtig wie Besuchsregeln in Pflegeheimen oder wie die Gastronomie", so Wallner. Es gehe dabei um die Schulen, in denen, sobald vertretbar, zum vollen Präsenzunterricht übergegangen werden sollte, und um Freizeit und Sport, "natürlich mit Tests und Regeln" und "wenn es die Inzidenzlage zulässt".

(APA)

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