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©VOL.AT/PAulitsch/Rauch

Wachstum fordert Gemeinden wie Lauterach

Gemeinden im Vorarlberger Rheintal wachsen und wachsen. Dies führt zu Problemen und Herausforderungen in Bezug auf die Infrastruktur, sei es bei Straßen oder Schulen.

Lauterach ist eine der am schnellsten wachsenden Gemeinden Vorarlbergs. Seit Anfang der 1970ern hat sich die Einwohnerzahl auf knapp unter 10.300 Personen verdoppelt. Am schnellsten wuchs Lauterach abgesehen von den 1960ern von 2009 bis 2014, und wächst noch weiter.

Sozialer Wohnbau bringt Zuzug

Das Lauteracher Unterfeld. In türkis gehalten sind Betriebsflächen, grün die von der Landwirtschaft genutzte Landesgrünzone, in blau (landwirtschaftliche) Freiflächen und in magenta die anstehenden größeren (überwiegend sozialen) Wohnbauprojekte. - Google Maps

Allein im Unterfeld entstehen derzeit mehrere Wohnanlagen. Die Wohnbauselbsthilfe erwarb zuletzt im Forellenweg oberhalb der Bahn von zwei Eigentümerfamilien insgesamt 10.873 Quadratmeter Baugrund für 4,55 Millionen Euro. An der Harder Straße plant sie ein weiteres Projekt, Umsetzung ist an beiden Standorten im Lauf der nächsten Jahre. An derselben Straße wiederum baut bereits die Vogewosi.

Infrastruktur als Herausforderung

Neubauten, Zuzug und Verdichtung bedeuten vor allem eines: Mehr Menschen auf demselben Raum. Dies stellt hohe Anforderungen an die Gemeinden. Lauterach ist als Durchzugsort zwischen Hard, Bregenz, Wolfurt, Dornbirn und Lustenau gleich doppelt vom Verkehr betroffen.

Blitzer für Lochbachstraße

Gerade die Lochbachstraße und die Unterfeldstraße gelten bereits heute als stark belastete Ausweichrouten und Schleichwege abseits der Hauptstraßen. "Dieser Schleichverkehrsthematik müssen und werden wir uns stellen", betont Rhomberg. Hier sollen 2020 Radarboxen kommen. "Das hat uns sehr überrascht, dass dieser Wunsch durchwegs aus der Bevölkerung kam." Denn geschlichen werde hier eher selten, trotz der direkt an der Straße gelegenen Volksschule.

Elmar Rhomberg sieht die Bildung als Priorität, andere Wünsche müsse man da zurückstecken.
Elmar Rhomberg sieht Bildung als eine finanzielle Priorität. - VOL.AT

Schulausbau ebenfalls auf der Agenda

Und Straßen sind nicht die einzige betroffene Infrastruktur. Lauterach hat erst vor wenigen Jahren die Volksschule Markt aufgrund der Zunahme an Schülern ausbauen müssen, Kostenpunkt mehr als 14 Millionen Euro brutto. Die erwähnten sozialen Wohnanlagen werden voraussichtlich auch an der Volksschule Unterfeld spürbar werden, hier müsse man laut Bürgermeister Elmar Rhomberg in den nächsten Jahren wohl auch einen Ausbau andenken.

Foto: Klaus Hartinger

Teure Ausgaben für kleine Gemeinden

In Lauterach wird außerdem gerade die Sportanlage Ried abgeschlossen, eine Aufstockung und Ausbau des Sozialzentrums steht im Raum. Alles Ausgaben, die eine Gemeinde stemmen können muss. "Es wird nicht immer alles gehen", betont Rhomberg die Notwendigkeit Prioritäten zu setzen. Vonseiten des Gemeindeverbandes kennt man die Herausforderungen: Vor allem die Ausgaben im Gesundheitsbereich steigen. So werde 2050 jeder zehnte Vorarlberger älter als 80 Jahre sein, doppelt so viele wie heute.

Spatenstich für die Sportanlage Ried. Foto: Gabriela Paulmichl / Gemeinde Lauterach

Pflege und Kinderbetreuung

Dies bedeute, dass man bis dahin dreimal mehr Pflegekräfte brauche wie noch derzeit. Doch auch die Ausgaben als Schulerhalter strapazieren die Budgets. Neben den hohen Kosten für Neubauten erschweren die hohen Baukosten die Finanzierung anstehender Sanierungen. Gleichzeitig ist der Ausbau der Kleinkinderbetreuung in vielen Gemeinden finanziell spürbar. "Das Hochschrauben von Qualifikationsanforderungen an das Betreuungspersonal von Seiten des Bundes und des Landes leistet einen weiteren Beitrag zu beträchtlichen Ausgabensteigerungen", betont der Gemeindeverband in einer Stellungnahme gegenüber VOL.AT.

XXXLutz in Lauterach. Foto: Roland Paulitsch

Einnahmen steigen nicht

Dem gegenüber stehen nur selten steigende Einnahmen durch Betriebsansiedlungen. "Die Gemeinden sind in diesen Bereichen daher sehr stark auf Förderungen angewiesen, die allerdings nicht im Ausmaß der Kostenzuwächse steigen. Damit die Gemeinden ihre für die Daseinsvorsorge wichtigen Aufgaben auch in Zukunft erfüllen können, müssen die Rahmenbedingungen deutlich angepasst werden", schließt der Gemeindeverband seine Stellungnahme.

(Red.)

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