Vorarlberger Logistiker Gebrüder Weiss baut in Georgien aus

Gebrüder Weiss investiert rund 2,5 Mio. Euro in die Logistikanlage in Tiflis/Georgien.
Gebrüder Weiss investiert rund 2,5 Mio. Euro in die Logistikanlage in Tiflis/Georgien. ©Gebrüder Weiss
Vor knapp fünf Jahren eröffnete das Vorarlberger Logistikunternehmen Gebrüder Weiss seine erste Niederlassung in Georgien.
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“Wir verfügen damit über eines der modernsten Logistikterminals in der Region, verbunden mit jahrelanger Kenntnis der Verkehrswege“, sagt Thomas Moser, Direktor und und Regionalleiter Black Sea / CIS bei Gebrüder Weiss. Das Portfolio umfasst neben Land-, Luft- und Seeverkehren auch Logistiklösungen, Projektgeschäfte sowie Verzollungs- und Lagerleistungen.

Hohe Wachstumsraten halten an

Die georgische Wirtschaft entwickelte sich in den vergangenen Jahren positiv und verzeichnete 2017 eine Wachstumsrate von rund 5 Prozent – begünstigt durch gestiegenen lokalen Konsum, gesteigerte Exporte und einen wachsenden Tourismussektor. Auch das Sendungsaufkommen von Gebrüder Weiss ist seit dem Markteintritt 2013 um jährlich rund 20 Prozent gestiegen und die Kapazitäten der in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Tiflis gelegenen Niederlassung stoßen an ihre Grenzen (10.500 m2 Lagerfläche, 95.000 m2 Gesamtareal).

Daher investiert das internationale Transport- und Logistikunternehmen rund 2,5 Mio. Euro in die neue, 2.000 m² Crossdocking- und 6.000 m² Freiflächen umfassende Logistikanlage. Im neuen Bürogebäude (300 m²) kümmern sich nach der für Ende 2018 geplanten Eröffnung rund 160 Mitarbeiter (bisher 130) um die Kundenanliegen. Ihre Expertise liegt neben logistischem Know-how in ihrer Vertrautheit mit kaukasischem Recht, Zollwesen, Sprache und Kultur.

Das Terminal in Tiflis ist TAPA-zertifiziert. Dies ermöglicht es Gebrüder Weiss, Sicherheitsrisiken frühzeitig zu identifizieren, zu managen und Verluste hochwertiger Güter zu verhindern. Im Logistikterminal werden neben Produkten von internationalen Herstellern von Reinigungsgeräten und Elektrowerkzeugen auch Ersatzteile für ein landesweites Autowerkstätten-Netzwerk gelagert.

Steigende Sammelgutfrequenz

Zehn bis 15 Mal pro Woche transportiert Gebrüder Weiss Produkte europaweiter Kunden auf direktem Weg nach Georgien und weiter nach Armenien und Aserbaidschan. Die Waren werden aus ganz Europa – mit Schwerpunkt Österreich, Italien, Frankreich, Deutschland und Benelux – vorgeholt und in Wien (Österreich), Frankfurt (Deutschland) oder Treviso (Italien) gebündelt. „Unsere Exzellenz liegt dabei in der kurzen Laufzeit von maximal acht Tagen für die rund 4.000 Kilometer lange Strecke“, sagt Alexander Kharlamov, Landesleiter Gebrüder Weiss Georgien. Zudem bietet Gebrüder Weiss nach Georgien wöchentlich zwei bis drei Fahrten aus der Türkei (Istanbul) an.

Transportiert werden vorwiegend Konsumgüter (z.B. Elektronik-, Haushalts- oder Gartengeräte), Elektrowerkzeuge, Automobilteile, Agrarprodukte und Nahrungsmittel. Aber auch Textilien, deren Transport von türkischen Herstellern in die Kaukasus-Länder Gebrüder Weiss organisiert. „Exportseitig entwickelt sich für die Kaukasus-Region vor allem Russland zum neuen Hoffnungsmarkt, in den Maschinenteile, Wein und Mineralwasser fließen“, konstatiert Kharlamov.

Ausbau lokaler Präsenz in Zentralasien

Mittelfristig plant das Unternehmen den Ausbau seiner Logistikservices in der Region und die Eröffnung weiterer Büros in Zentralasien. Neben Standorten in Georgien, der Türkei, Russland, Turkmenistan, Kasachstan und China hatte Gebrüder Weiss bereits Anfang 2017 auch ein Repräsentationsbüro in Jerewan, Armenien, eröffnet – eine weitere Station auf der Route der ehemaligen Seidenstraße zwischen Europa und Asien.

(PI/Red.)

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