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Vorarlberg: Wirtschaftskammer pocht auf Pflegelehre

Peter Girardi, Fachgruppenobmann der Vorarlberger Gesundheitsbetriebe.
Peter Girardi, Fachgruppenobmann der Vorarlberger Gesundheitsbetriebe. ©WKV
Feldkirch - Angesichts des drohenden Pflegenotstands spricht sich die Wirtschaftskammer für das Modell der Pflegelehre aus.
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„Bereits seit mehreren Jahren setzen wir uns dafür ein, dass die duale Pflegeausbildung umgesetzt wird“, sagt Peter Girardi, Fachgruppenobmann der Vorarlberger Gesundheitsbetriebe. Dass sich Landeshauptmann Markus Wallner für die Einführung einer zusätzlichen Ausbildungsschiene im Pflegebereich ausspricht, wertet Giraardi als positives Signal für die Zukunft des Pflegesystems in Vorarlberg.

Allerdings liege die Verantwortung über die Vorbereitung der Pflegelehre nach wie vor in der Hand des Bundes. „Unsere Fachgruppe wird sich weiterhin darum kümmern, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Bundesebene angepasst werden. Nun können wir auch auf den Rückenwind aus der Landesregierung zählen“, betont Girardi. Ein fertiges Konzept zur Pflegelehre gab es bereits 2006, bisher wurde nur ein Pilotprojekt umgesetzt. Zusammen mit dem Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft wurde das Konzept der Pflegelehre nun angepasst.

Drastische Auswirkungen

Eine alleinige Konzentration auf die bisherige akademische bzw. schulische Schiene der Pflegeausbildung könnte sich in den nächsten Jahren aufgrund des demografischen Wandels negativ auswirken, berfürchtet Girardi. „Schon jetzt sind wir bei der Deckung des Personalstandes auf Pflegekräfte aus dem Ausland angewiesen. Ohne diese Fachkräfte würde unser System zusammenbrechen“, sagt Peter Girardi. Im Jahr 2020 werden in Vorarlberg 17,7 Prozent der Bevölkerung 65 Jahre oder älter sein.

Zukunftsangebot für junge Menschen

Die Pflegelehre soll junge Menschen nach der neunten Schulstufe ansprechen. Für Lehrlinge wären viele Inhalte aus dem Pflegebereich relevant. Es sei dabei allerdings nicht vorgesehen, dass 16-jährige Jugendliche bereits in vollem Umfang in gewisse Tätigkeiten eingebunden werden und dauerhafte psychische und physische Belastungssituationen erleben müssen, betont die Wirtschaftskammer. Ein Großteil der mehr als 50 Pflegebetriebe im Land würden sich als Ausbildungsbetrieb zur Verfügung stellen, jährlich könnten somit insgesamt mindestens 30 Lehrlinge ausgebildet werden, rechnet Girardi vor.

NEOS: “Vorarlberg macht sich selbst etwas vor”

„Die Pflegelehre ist wieder einmal ein Schnellschuss ohne langfristige Planung der Vorarlberger Landesregierung und stellt keine Lösung der Problematik dar“, kritisiert NEOS-Sozialsprecher Daniel Matt die derzeitige Diskussion.

Mit der Pflegelehre würden junge Menschen mit 15 Jahren ins kalte Wasser geworfen, merkt Matt an: “Gerade die Schule beendet, sollen sie sofort den hohen Ansprüchen im Pflegebereich gerecht werden, ohne vorher wichtige Erfahrungen gesammelt zu haben.” Für die derzeitige Ausbildung im Pflegebereich müssen Anwärter ein Mindestalter von 16 Jahren vorweisen. Um die Lücke zwischen Ende der Schulpflicht und Beginn der Pflegeausbildung zu schließen, schlagen NEOS die Einführung eines Vorbereitungslehrganges vor. Dieses Modell habe sich bereits in der Steiermark bewährt. 90 Prozent der Absolventen dieses Jahrgangs würden sich dazu entschließen, ihren Weg in dieser Branche fortzuführen.

Steigender Bedarf an Pflegekräften
Steigender Bedarf an Pflegekräften ©APA
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