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Vorarlberg: Neubau der Feldmoos-Siedlung Neuland für die VOGEWOSI

Bregenz. Anfang der 1960er-Jahre wurde die Siedlung Feldmoos errichtet, auf sumpfigen Boden. 50 Jahre später wird sie abgerissen und neu errichtet. Dies stellt die VOGEWOSI vor neue Herausforderungen. 
Wohnanlage im Feldmoos
Eigentümer-Widerstand im Feldmoos
Wohnen in Vorarlberg

Als die Siedlung in den frühen 1964 errichtet wurde, waren die Möglichkeiten der Bodenuntersuchung noch nicht weit fortgeschritten. Schnell zeigte sich jedoch, dass der Boden die Gebäude nicht tragen kann, es kam bald zu ungleichmäßigen Senkungen. Diese halten bis heute an, die Gebäude sinken immer weiter ungleichmäßig ab. Eine Sanierung sei unter diesen Gesichtspunkten nicht zweckmäßig, betont die VOGEWOSI.

Aus acht mach sechs

Nun werden acht der elf Wohnblöcke abgerissen und durch sechs neue, ebenfalls dreistöckige Wohngebäude ersetzt. Diese müssen mit über 30 Meter lange Piloten verankert werden. Insgesamt entstehen so 98 Wohnungen, jede zweite davon als Zweizimmerwohnung. Hinzu kommt eine Kinderbetreuungseinrichtung, zwei Tiefgaragen mit insgesamt 135 Stellplätzen und neugestaltete Grünflächen. Gleichzeitig garantiert man auf allen Stockwerken Barrierefreiheit.

feldmoos-bregenz-vogewosi
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20 Millionen Euro Investitionssumme

Die Bauzeit wird voraussichtlich sechs Jahre betragen. Investieren will die VOGEWOSI insgesamt 20 Millionen Euro netto, inklusive Abriss, Pilotierung, Tiefgaragen und Grünflächen. Dies entspricht 3,33 Millionen pro Wohnblock, beziehungsweise 204.082 Euro pro neuerrichteter Wohnung. Zum Vergleich: Bei Baukosten von 2.100 Euro pro Quadratmeter schlägt eine 65-Quadratmeterwohnung in der sparsamen Holzmodulbauweise “Wohnen500” mit 136.500 zu Buche.

Neuland für VOGEWOSI

Abbruch der Gebäude, parallel dazu der Neubau von Tief- und Hochbauten in einem statisch herausfordernden Gebiet über einen Zeitraum von sechs Jahren: Das Projekt ist dementsprechend auf vielen Gebieten Neuland für die VOGEWOSI. Hinzu kommt die Größe des Projekts mit besagten knapp 100 Wohnungen. Dies sind 29 Wohnungen mehr als die aktuelle Siedlung umfasst.

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“9,90 Euro pro Quadratmeter”

Dennoch, selbst wenn der Preis von 20 Millionen sich nicht einhalten ließe, auf den angestrebten Mietzinssatz von 9,90 Euro pro Quadratmeter werde sich dies nicht auswirken. “Allfälligen Baukostenerhöhungen kann mit entsprechenden Anpassungen in der Finanzierung entgegengewirkt werden. Damit kann das bekanntgegebene Wohnungsentgelt erreicht werden”, betont der technische Leiter der VOGEWOSI, Baumeister Ing. Alexander Pixner.

Kontrollen sollen Beschädigungen vermeiden

Hinzu kommt, dass drei der elf Gebäude erhalten bleiben. Dies liegt daran, dass man nicht mit allen Wohnungeigentümern eine Einigung über Ablösen gefunden hat. Diese könnten durch die Bauarbeiten in direkter Nachbarschaft und den schlechten Bodenverhältnissen beeinflusst werden und müssen daher laufend kontrolliert werden. Dies umfasse laut Prixner neben Beweissicherung vor und nach Errichtung der Rohbauarbeiten auch laufende Höhenkontrollmessungen bei allen Nachbarsgebäuden. Dass zusätzliche Sicherungsmaßnahmen zur schadlosen Erhalt von Gebäuden, Straßen und Kanälen notwendig werden könnten, kann man nicht ausschließen.

feldmoos-pixner-linhart
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Im Rahmen der nun stattfindenden weiteren Projektentwicklung erstellt man deswegen ein Baustellenlogistik-Konzept, wie der tonnenschwere Lkw-Verkehr in und aus der Feldmoos-Siedlung und den angrenzenden  geregelt werden soll. Hier werde auch die Stadt Bregenz als Straßeneigner eingebunden. “Das sind sechs Jahre Umtrieb, wo sonst Ruhe herrscht“, sagte kürzlich der Bregenzer Bürgermeister im Rahmen der Projektvorstellung. Linhart fordert eine zusätzliche Überprüfung der Planung. Die Bauphase sollte so kurz wie möglich sein, denn für die Anrainer in den umliegenden Gebieten wird dies sicher zur Belastungsprobe. „Die Belastungsintensität wird auf ein Minimum reduziert. Wir sind um eine möglichst kurze Baudauer bemüht“, ergänzte auch Architekt Helmut Kuëss. (VOL.AT)

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