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Vorarlberg: Maskenverweigerer in Bussen sollen bestraft werden

LR Rauch kündigte an, dass Maskenverweigerer in den Öffis mit einer Strafe rechnen müssen.
LR Rauch kündigte an, dass Maskenverweigerer in den Öffis mit einer Strafe rechnen müssen. ©VOL.AT/Steurer
In den Bussen des Verkehrsverbunds Vorarlberg (VVV) sollen Maskenverweigerer - analog zur Vorgangsweise in den Zügen - künftig eine Geldstrafe bezahlen müssen

Entsprechende Abklärungen seien im Gang, informierte am Freitag Mobilitätslandesrat Johannes Rauch (Grüne). Weil die Trage-Bereitschaft abgenommen habe, werden auch "Sanktionsmöglichkeiten für Mobilbegleiter notwendig", so Rauch.

Aggressivität nimmt zu

Sowohl die Zahl der Maskenverweigerer als auch deren Aggressivität habe zuletzt leider zugenommen, stellten Rauch und VVV-Geschäftsführer Christian Hillbrand anlässlich der Präsentation des VVV-Geschäftsberichts für 2019 fest. Bisher habe man auf die Eigenverantwortung der Fahrgäste gesetzt, nach gutem Beginn habe diese Herangehensweise in der jüngsten Vergangenheit aber nicht mehr gut funktioniert, bedauerte Rauch.

Hinsichtlich der Entwicklung des VVV im vergangenen Jahr zeichneten Rauch und Hillbrand ein positives Bild. Die Zahl der Fahrgäste im öffentlichen Verkehr Vorarlbergs wuchs 2019 erneut zu. Zum Jahresende waren 75.529 Personen mit einer Jahreskarte unterwegs, das entsprach einer Zunahme von 2.231 Stück. "Sechs Jahre nach dem Start zeigt sich deutlich, dass das Jahresticket maximo ein Erfolgsprodukt ist. Aus gelegentlichen Nutzern von Bus und Bahn wurden regelmäßige Fahrgäste", sagte Rauch angesichts einer Steigerung bei den Jahreskarten um 50 Prozent seit 2013.

1.824 Bushaltestellen

Der öffentliche Linienverkehr mit landesweit 1.824 Bus- und 46 Bahnhaltestellen werde als attraktives Angebot wahrgenommen, sagte Hillbrand. In Summe wurden 23,9 Millionen Linienkilometer geleistet - 19 Millionen Kilometer legten die 339 Linienbusse zurück, 4,9 Millionen Kilometer - um 200.000 Kilometer mehr als 2018 - die 29 Zuggarnituren der ÖBB und der Montafonerbahn.

Der Erlös aus den Fahrkartenverkäufen lag 2019 bei rund 49,6 Mio. Euro (2018: 48,3 Mio.), das entsprach 37,7 Prozent des Finanzbedarfs für den öffentlichen Verkehr in Vorarlberg. Bund (23,4 Prozent), Land (20,3 Prozent) und Gemeinden (18,6 Prozent) steuerten den Rest der aufgewendeten rund 131 Millionen Euro bei. "Um den Klimaschutz zu stärken, lohnt es sich, in den öffentlichen Verkehr zu investieren", stellte Rauch fest. Die Steigerung der Umweltverträglichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel strich Hillbrand hervor. Seit Anfang 2020 stehen in Vorarlberg vier Busse im Überland-Betrieb, diese hätten sich bestens bewährt. Im Herbst sollen noch einmal bis zu sechs E-Busse bestellt werden.

Über 20.000 Personen nutzen Fairtiq

In Sachen Digitalisierung verwies Hillbrand auf die Fairtiq-App des VVV, mit der der Ticketkauf mit einer einfachen Geste am Smartphone-Bildschirm erledigt ist. Das System merkt sich die per Bus und Bahn zurückgelegten Wege und optimiert den Fahrpreis für die Nutzer. Habe man 2019 noch 18.000 Nutzer registriert, so seien es jetzt schon weit über 20.000.

(APA)

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