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Vorarlberg: Ikea verdrängt Familienunternehmen in Lustenau

Daniel Zadra von den Grünen kritisiert die Gewerbeansiedlunfgspolitik der Gemeinde Lustenau.
Daniel Zadra von den Grünen kritisiert die Gewerbeansiedlunfgspolitik der Gemeinde Lustenau. ©VN/Hartinger; Paulitsch
Während Familienunternehmen in Lustenau vergeblich nach Grundstücken suchen, vergibt die Gemeinde 25.000 m² beste Gewerbefläche an Ikea, kritisiert der Grüne Landtagsabgeordnete Daniel Zadra.
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„Es ist unverständlich, dass Familienunternehmen wie Viterma in Lustenau vergeblich nach geeigneten Grundstücken suchen und gleichzeitig die besten Flächen für Einrichtungshäuser und Verkehrsmagneten reserviert werden“, kritisiert der Grüne Landtagsabgeordnete Daniel Zadra die unbefriedigende Betriebsansiedelungspolitik von Bürgermeister Kurt Fischer.

Wie nun öffentlich bekannt geworden ist, sucht das expandierende Badunternehmen Viterma mit derzeit rund 100 MitarbeiterInnen seit Jahren ein geeignetes Grundstück für die Firmenerweiterung in Lustenau. Rund 50 neue Arbeitsplätze sind geplant.

Mehrere Betriebe

„Dies ist kein Einzelfall. Mehrere Betriebe sind in den letzten Monaten bei uns vorstellig geworden, die ebenso seit langer Zeit in Lustenau nach Flächen suchen. Umso unverständlicher ist es, dass die Lustenauer ÖVP die besten Gewerbeflächen an den schwedischen Möbelgiganten Ikea vergibt, ohne mit den auf der Suche befindlichen Unternehmen eine Alternativnutzung für das Grundstück zu prüfen“ so Zadra.

Seit Jahren fordern die Grünen, dass Lustenau eine aktive Standortpolitik brauche. „Im Milleniumpark müsste auch eine Alternative zu Ikea entwickelt werden. Mehrere Betriebe, die jetzt auf der Suche sind, könnten sich hier ansiedeln. Es sind mehr Kommunalsteuern, mehr Arbeitsplätze und insgesamt weniger Verkehr zu erwarten“, sieht der Grüne Landtagsabgeordnete Vorteile für die Gemeinde.

„Bürgermeister Kurt Fischer spricht davon, dass der Vertrag mit Ikea noch völlig unverbindlich sei. Ich bitte ihn daher, nun mit allen auf der Suche befindlichen Unternehmen in den direkten Dialog zu treten, um so das Beste für die Gemeinde, die Unternehmen mit ihren MitarbeiterInnen und die Region herauszuholen“ schließt Zadra.

(red)

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