Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Vor Testamentsprozess: Dramatische Szenen im Haus von Jürgen H.

Wurten von Kurt T. und Walter M. unter Druck gesetzt: Der Hauptbeschuldigte Jürgen H. und seine Freundin.
Wurten von Kurt T. und Walter M. unter Druck gesetzt: Der Hauptbeschuldigte Jürgen H. und seine Freundin. ©VOL.AT/Sascha Schmidt
Salzburg, Dornbirn - Der Hauptangeklagte Jürgen H. berichtet von massiven Drohungen durch Kurt T. und Walter M.
Sabine S. und Jürgen H.
Chefermittler sagte aus
Der Prozess im Überblick

Sie waren über viele Jahre mehr als nur Arbeitskollegen: Jürgen H. (48), Walter M. (73) und Kurt T. (48). Man traf sich in den “guten Zeiten” nicht nur im Sozialraum des Bezirksgerichts Dornbirn, sondern auch außerhalb: Feste, gemeinsame Wanderungen, Ausflüge. Das Band der Freundschaft war stark. Doch das ist jetzt zerrissen. Für Walter M. und Kurt T., die beide jegliche Schuld im Zusammenhang mit Testamentsfälschungen von sich weisen, ist der geständige Hauptangeklagte Jürgen H. ein Verräter. Und sie lassen ihn das offensichtlich spüren.

In einer Verhandlungspause kam es am Dienstag zu einem Zwischenfall. Walter M. trat auf Sabine S., die Lebensgefährtin von Jürgen H., zu und herrschte sie an. Sie solle an sich und ihre Familie denken, habe Walter M. gesagt. “Das hat sie so mitgenommen, dass sie gestern nicht arbeiten konnte”, sagte der Hauptangeklagte am Mittwoch zu den VN. Die zierliche Frau, die immer noch am Bezirksgericht Dornbirn arbeitet, schwieg. Ebenso schwieg sie bei ihrer Einvernahme im Zeugenstand, als sie über die Art der Begegnungen mit Kurt T. nach Auffliegen der Testamentsaffäre befragt wurde. “Ich möchte dazu nichts sagen”, bat sie den Vorsitzenden des Schöffensenats, Andreas Posch, um Verständnis.

Zwei Besuche

Den VN erzählte Jürgen H. am Mittwoch im Beisein seines Anwalts Klaus Grubhofer, wie sich die Begegnungen mit Kurt T. seiner Wahrnehmung nach abspielten. “Er kam zwei Mal zu uns ins Haus. Beim ersten Mal läutete er und klopfte heftig an die Wohnungstür. Als ich die Tür öffnete und ihn sah, zog ich mich sofort zurück. Daraufhin beschimpfte er mich im Gang wüst und hielt mir vor, ihn in den Ruin getrieben zu haben.” Kurt T. ist laut Aussagen von Jürgen H. unmittelbar vor Prozessbeginn erneut aufgetaucht. “Er hat wieder geläutet und mit den Fäusten an die Wohnungstür getrommelt. Dieses Mal öffnete meine Partnerin. Dann bedrohte und beschimpfte er diese unflätig.”

Kurt T. hat an die Vorfälle andere Erinnerungen. “Ich war vor dem Haus, ja. Ich habe auch geläutet und geklopft, ja. Aber ich habe keine Drohungen ausgestoßen. Ich habe ihm Anwaltsrechnungen in den Postkasten geworfen, um ihm zu zeigen, wie sehr mich die Sache wirtschaftlich belastet. Und ich teilte ihm mit, er solle die Wahrheit sagen.” Ähnlich habe sich ein zweiter Besuch gestaltet. Bei diesem habe er sich gegenüber Sabine S. geäußert. “Natürlich war ich bei diesen Besuchen entsprechend intensiv.”

“Nicht getraut”

Laut Jürgen H. hat es schon vor diesen Besuchen Drohungen durch Kurt T. gegeben. “Und auch von Walter M.”, wie der Hauptangeklagte Jürgen H. den VN mitteilte. “Dies war ja auch der Grund, warum sich Sabine ursprünglich nicht traute, beim Prozess auszusagen. Schließlich arbeitet sie noch beim Bezirksgericht in Dornbirn.”

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Testaments-Affäre
  • Vor Testamentsprozess: Dramatische Szenen im Haus von Jürgen H.
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen