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Verlobte erstochen: Mordprozess in Wien

Am Dienstag startet der Mordprozess für den 40-Jährigen.
Am Dienstag startet der Mordprozess für den 40-Jährigen. ©APA/HANS PUNZ
Kurz vor der geplanten Hochzeit soll ein 40-Jähriger im September 2018 seine Verlobte erstochen haben. Am Dienstag muss er sich wegen Mordes verantworten.
Bilder vom Tatort
Mordalarm in Leopoldstadt
Verdächtiger hätte in Haft sein sollen
Motiv unklar

Ein 40-jähriger Mann, der am 8. September 2018 seine Verlobte kurz vor der geplanten Hochzeit in ihrer Wohnung in Wien-Leopoldstadt erstochen haben soll, muss sich am Dienstag wegen Mordes am Landesgericht verantworten. Die Bluttat spielte sich bei geöffneter Wohnungstür ab, ein von den Hilferufen der Frau alarmierter Nachbar konnte vom Stiegenhaus aus die Messerattacke beobachten.

Wien-Leopoldstadt: Verlobte bei geöffneter Wohnungstür erstochen

Der Angeklagte – ein gebürtiger Iraker, der 2004 nach Österreich geflüchtet war und danach eine beachtliche kriminelle Karriere hingelegt hatte – war erst wenige Wochen zuvor bei der Frau eingezogen. Obwohl sie ihm das Ja-Wort geben wollte, kam es immer wieder zu Streitigkeiten. Dabei hätte sich der Angeklagte gar nicht mehr in Österreich befinden dürfen bzw. in Strafhaft sitzen müssen. Im Mai 2017 war ihm nach einer ersten gerichtlichen Verurteilung das Aufenthaltsrecht entzogen worden. Dagegen legte er Beschwerde ein. Während diese bearbeitet wurde, wurde er neuerlich straffällig. Im Tatzeitraum hätte er nach einer weiteren Verurteilung eine neunmonatige Haftstrafe abzusitzen gehabt.

(APA/Red)

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