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Urheberrechtsstreit um Ausstellung im "vorarlberg museum"

hemaliger Direktor Natter sieht sich als Konzept- und Ideengeber nicht ausreichend genannt
hemaliger Direktor Natter sieht sich als Konzept- und Ideengeber nicht ausreichend genannt ©VOL.AT/Steurer
Zwischen Tobias G. Natter, museologischer Direktor des Leopold Museums, und seinem Nachfolger als Direktor des Vorarlberger Landesmuseums, Andreas Rudigier, ist ein Streit wegen einer angeblichen Urheberrechtsverletzung ausgebrochen.
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Natter kündigte laut Vorarlberger Medienberichten an, diese Woche eine Klage gegen Rudigier einbringen zu wollen. Hintergrund ist die zur Dauerausstellung gehörende Schau “buchstäblich vorarlberg”, die auf ein Konzept von Natter zurückgeht. In der Ausstellung sei unter “Idee und Konzept” jedoch immer auch Rudigiers Name genannt, so Natter. Rudigier erklärte dazu, das Konzept sei “noch nicht vollständig ausgearbeitet” gewesen.

Natter suchte als “vorarlberg museum”-Direktor nach einer Möglichkeit, die Sammlungsbestände des Museums zu zeigen und entwickelte dafür nach den Buchstaben des Alphabets ein Konzept für das Schaulager. Die Schau beginnt mit A wie “angelicamad” mit Werken von Angelika Kauffmann und endet mit Z wie “zahla”, einem Münzschatz. In der Ausstellung, im Katalog sowie in den Unterlagen zum Schaulager scheine jedoch stets auch Rudigier als Ideengeber und Konzeptersteller auf, Natter sei lediglich als einstiger Mitarbeiter genannt.

Natter schlug Korrektur vor

“Ich war sehr überrascht, dass Andreas Rudigier Idee und Konzept des Schaulagers für sich in Anspruch nimmt. Ich habe dem Museum dieses Konzept bis ins kleinste Detail übergeben. Da war Rudigier noch gar nicht an Bord. Das heißt, er hat kein Recht, sich für Idee und Konzept verantwortlich zu machen”, wurde Natter in der “Neuen Vorarlberger Tageszeitung” zitiert. Mit dem Konzeptpapier sei “bis ins Detail eindeutig belegt”, dass Idee, Konzept, aber auch alle Weichenstellungen zu Architektur, Gestaltung, Objektauswahl und Detailplanung vor der Ära Rudiger gefallen seien, so Natter in den “Vorarlberger Nachrichten”.

Natter, der das neue Museum zur Eröffnung am 21. Juni 2013 besuchte, machte die Leitung der Vorarlberger Kulturhäuser Betriebsgesellschaft (KuGes), die die kaufmännischen Agenden des Museums, des Landestheaters und des Kunsthaus Bregenz (KUB) verantwortet, auf diese angebliche Urheberrechtsverletzung aufmerksam und schlug eine Korrektur vor. Die KuGes habe jedoch nicht entsprechend reagiert. Wenn sich Rudigier als Verantwortlicher nennen lasse, sei das eine “Anmaßung und wissenschaftlich völlig unredlich”, so Natter. Er werde daher Klage auf Unterlassung und Richtigstellung einbringen.

KuGes zeit sich gelassen

Rudigier bestätigte, dass das Schaulager die einzige von Natter übernommene Ausstellung war. Das Konzept dazu sei jedoch “noch nicht vollständig ausgearbeitet” gewesen. So habe man etwa Positionen der zeitgenössischen Kunst eingebaut, die Umsetzung geplant und eine “mediale Begleitung” für die Schau entworfen. Dass die Detailplanung von Natter stamme, bestritt Rudigier. Die Hauptarbeit stamme von den beiden “vorarlberg museum”-Mitarbeitern Michaela Reichel und Gerhard Grabher, betonte Rudigier, die ebenfalls im Impressum genannt sind. Dass Rudigiers Name dennoch an erster Stelle steht, erklärte er damit, dass der Direktor “stellvertretend für alle Mitarbeiter” genannt sei, also eine repräsentative Aufgabe übernehme.

Seitens der KuGes zeigte man sich hinsichtlich der Klage gelassen. Es liege noch keine Anklageschrift vor, man habe jedoch einen Anwalt eingeschaltet, so KuGes-Geschäftsführer Werner Döring gegenüber dem ORF Vorarlberg. Er erkenne keinerlei Vergehen, zumal Natter in allen Texten zur Ausstellung als ehemaliger Mitarbeiter genannt worden sei.

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