"vorarlberg museum": Der Blick hinter den Vorhang

Von VN/Geraldine Rainer
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"vorarlberg museum": Künstler Karl-Heinz Ströhle auf der Baustelle. "vorarlberg museum": Künstler Karl-Heinz Ströhle auf der Baustelle. - © VOL.at/Philipp Steurer
Bregenz. - Kurz war die Fassade des Landesmuseums sichtbar. Baunetzprojekt ist vollendet.

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Zumindest bis zur geplanten Fertigstellung Ende 2012 hüllt sich das Landesmuseum in Bregenz in ein gebäudehohes Baustellennetz. Dieser Tage jedoch war der Vorhang kurzzeitig gefallen und gab den Blick frei auf die fast fertige Sichtbetonfassade des Neubaus. Denn das Schwerlastgerüst, das etwa für die Betonarbeiten notwendig war, wurde gegen ein leichtes Fassadengerüst ausgetauscht. „Aus Kostengründen“, informiert Projektleiter Klaus Schedler (44) vom Fachbereich Bauprojektmanagement des Landes.

Kosmetische Behandlung

Nun hängt er wieder. Doch auch hinter verschlossenen Vorhängen gehen die Arbeiten weiter. „In dieser und in der kommenden Woche werden noch die letzten Betonierungen an der Fassade erledigt“, erläutert Schedler. Anschließend wird der Beton einer kosmetischen Behandlung unterzogen. Er wird hydrophobiert – soll heißen, die Poren werden geschlossen und die Oberfläche dadurch wasserabweisend gemacht. Zudem soll es in eine hellere Richtung gehen. Mittels Lasur wird die Fassade in ein Cremeweiß getüncht und somit farblich an die bestehende angeglichen. „Mit diesen Maßnahmen können noch gewisse Sachen ausgeglichen werden. Das ist bei Sichtbetonfassaden so üblich. Danach sollte man keine Risse mehr sehen“, zeigt sich der Projektleiter bereits jetzt mit dem Ergebnis zufrieden. Die Fassadenteile wurden Stück für Stück vor Ort gegossen. Aus der glatten Betonfläche wölben sich nach außen Plastikflaschenböden. Der Entwurf entstammt der Feder des Künstlers Alois Mayr und soll ein neuzeitliches Pendant zu den Schalen aus der Römerzeit darstellen – einem Inventar des Museums. Es ist aber auch ein Design, das nicht allen gefällt und bereits für so manche Diskussion gesorgt hat.

Neugierde wecken

Aber zurück zum Vorhang: Während die Bauarbeiten am Haus noch einige Monate in Anspruch nehmen werden, konnte ein anderes Projekt vollendet werden. Das Kunst- und Bau-Projekt „Baunetz“ nämlich, das heute Vormittag eröffnet und präsentiert wird. Das schwarz-weiß gestreifte und einem Theatervorhang nachempfundene Kunstprojekt wurde in drei Etappen ausgeführt. Mittlerweile verhüllt es nicht mehr nur Teile, sondern das gesamte Gebäude. „In erster Linie ist der Bauvorhang aus Sicherheitsgründen da. Er soll aber auch neugierig machen auf das Dahinter“, führt der Projektleiter aus.

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