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Unglück am K2: Jetzt äußert sich Rekord-Bergsteigerin Harila

Kristin Harila hat sich zum Unglück am K2 geäußert.
Kristin Harila hat sich zum Unglück am K2 geäußert. ©AP
Die Tragödie am K2: Extrembergsteigerin Kristin Harila äußert sich zum tragischen Tod von Muhammad Hassan.

Rekord-Extrembergsteigerin Kristin Harila hat in einem emotionalen Blog-Post über die tragischen Ereignisse am K2 am 27. Juli 2023 berichtet. Muhammad Hassan, ein 27-jähriger pakistanischer Bergsteiger, verlor an diesem Tag sein Leben. Harila und ihr Team waren bei ihrem Rekordversuch Zeugen des tragischen Unfalls und versuchten, Hassan zu retten.

Viele Extremsportler kümmerten sich nicht um ihn, so der deutsche Kameramann Philip Flämig. Kristin Harila reagierte auf die Vorwürfe und äußerte sich auf ihrer Website.

Aus Respekt geschwiegen

In ihrem Blog schreibt Harila: "Dies ist eine schwierige Erklärung. Wie viele bereits wissen, ist Muhammed Hassan am K2 gestorben. Er war erst 27 Jahre alt und hinterlässt seine Frau, drei kleine Jungen und seine Mutter." Sie betont, dass sie aus Respekt vor Hassans Familie bisher geschwiegen hat.

Dramatische Momente am K2

Harila beschreibt die dramatischen Momente am K2: "Als wir diesen Ort erreichten, hatte das Fixierteam den Engpass verlassen... Plötzlich war Hassan gefallen und hing am Seil zwischen zwei Eisanhören." Sie und ihr Team versuchten, ihm zu helfen, aber die extremen Bedingungen und die Gefahr des Berges machten die Rettung fast unmöglich.

Gabriel, Harilas Kameramann, spielte eine entscheidende Rolle bei den Rettungsversuchen. "Gabriel blieb fast 2,5 Stunden bei Hassan im ,Flaschenhals', während die Leute vorbeigingen. Ich glaube nicht, dass die Leute die Schwere der Situation verstanden haben", schreibt Harila.

Kritik von Kristin Harila

Sie betont auch die Wichtigkeit der richtigen Ausrüstung und Ausbildung für solche Expeditionen und kritisiert die Verbreitung von Fotos und Videos. "Er war eine Person, die für so viele Menschen wichtig war, und er sollte nicht nur als eine Person in Erinnerung bleiben, die am K2 gestorben ist."

Appell an die Menschlichkeit

Harila endet ihren Beitrag mit einem Appell an die Menschlichkeit und den Respekt für Hassans Erinnerung und seine Familie. Sie verlinkt auch eine GoFundMe-Seite, die von Wilhelm Steindl eingerichtet wurde, um Hassans Familie zu unterstützen.

Harila in Kathmandu. ©AP

Kritik an Harila

Aber auch Extrembergsteigerin Kristin Harila wurde kritisiert, weil sie nach den tragischen Ereignissen am K2 in Kathmandu für ihren Weltrekord feiern ließ.

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