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Testamente: Ermittlungen gegen zwei weitere Anwälte

Dornbirn - Im Kriminalfall um gefälschte Testamente am Bezirksgericht Dornbirn soll auch gegen Familien­angehörige eines inhaftierten Rechtspflegers ermittelt werden.
Anwälte beteiligt an Justizskandal
"Katastrophe für die Justiz"
Dicke Konten bei Verdächtigen
Gerichtsbediensteter aus U- Haft entlassen

Prominenten Besuch empfing Freitagvormittag Staatsanwalt Manfred Bolter in seinem Büro am Landesgericht Feldkirch. Kurt Spitzer, der Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Innsbruck, war im Dienst-Mercedes aus Tirol angereist. Der für die Causa freigestellte Feldkircher Strafverfolger besprach mit seinem ranghöchsten Vorgesetzten im Gerichtssprengel Tirol-Vorarlberg die weitere Vorgangsweise im Kriminalfall um gefälschte Testamente und Verträge am Bezirksgericht Dornbirn. Gegen zwei weitere Rechtsanwälte werde ermittelt, heißt es aus Justizkreisen. Offizielle Bestätigung dafür war keine zu erhalten, so die NEUE.

Es gebe keine Neuigkeiten, sagte freitags Nachmittag Staatsanwalt Heinz Rusch als Sprecher der Feldkircher Anklagebehörde. Vor fünf Wochen hatte Rusch bestätigt, dass sich „im Zuge der Ermittlungen Querverbindungen“ zu zwei inzwischen verstorbenen Rechtsanwälten ergeben hätten. In 20 Erb-Fällen soll betrogen worden sein. „Mehrere hundert“ von 20.000 Dornbirner Verlassenschafsakten werden gewisser Verdachtsmomente wegen nun genauer überprüft, sagte gestern Landesgerichtssprecher Reinhard Flatz.

Auch Familienangehörige

Zwei Rechtspfleger des Bezirksgerichts Dornbirn und ein Immobilienkaufmann befinden sich derzeit in Feldkirch in Untersuchungshaft. Im laufenden Ermittlungsverfahren würden auch Familienangehörige des 45-jährigen Rechtspflegers als Beschuldigte geführt, war gestern aus informierten Kreisen zu erfahren. Sie könnten demnach als begünstigte Mittäter in die mutmaßlichen Betrügereien um geerbte Liegenschaften und Gelder verwickelt sein.

Seff Dünser

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